23.01.2020 - 09:39 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Jahreshauptversammlung Heimatverein Grafenwöhr

In der Hauptversammlung stellte der Heimatverein Ziele und Pläne für 2020 vor. Vorsitzender Wilhelm Buchfelder begrüßte zahlreiche Mitglieder und kündigte die Rechenschaftsberichte und die Planungen für 2020 an.

Reinhold Müller wird zum Ehrenmitglied des Grafenwöhrer Heimatvereins ernannt. Für 25, 40, 45, 55, und 65 Jahre Vereinstreue nehmen weitere Männer und Frauen eine Urkunde entgegen.
von Angela BuchfelderProfil

Kulturmanagerin Birgit Plößner gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr im Museum und freute sich über 4000 Museumsbesucher sowie rund 500 Besucher bei den Stadtführungen. Sie dankte ihrem Team und lobte das Engagement bei insgesamt 134 Führungen. Weiterhin zog Plößner ein Resümee zur Elvis-Ausstellung, die bis März lief zahlreiche Gäste – teils aus ganz Deutschland – anzog. Eine Krimilesung lockte rund 30 Besucher ins Museum und auch ein Zeitzeugengespräch über Elvis Presley, zu dem ein Fan-Bus aus Hannover kam, fand großen Anklang.

Die Kulturmanagerin berichtete auch über die aktuelle Ausstellung „Grünes Paradies und Schießbetrieb“, bei der die Natur-Organisationen am Truppenübungsplatz Einblick in ihre Arbeit gewähren. Begleitend dazu gibt es Vorträge, Führungen sowie Angebote für Schulen. Der Buchshop im Museum ist seit Dezember online und verbucht erste Erfolge. Die Vernetzung mit den Museen im Landkreis wird mit gemeinsamen Treffen, einer Tourismusbroschüre und Kooperationen vorangetrieben.

Plößner kündigte für 2020 sowohl bewährte Veranstaltungen wie Ostermarkt und Backofenfest, als auch neue Konzepte wie die Teilnahme am Weltgästeführertag, einen Mai-Frühschoppen, zwei Heurigen-Abende im Herbst sowie die Beteiligung an den Kriminächten im VierStädtedreieck an. Aktuell wird die Dauerausstellung um eine Elvis-Sammlung von Wolfgang Houschka ergänzt, außerdem steht noch der Umbau des Foyers an. Im März und April gastiert die Schnitzergemeinschaft Grafenwöhr zu ihrem 25-jährigen Jubiläum mit einer Sonderausstellung im Museum. Zum 75. Jahrestag der Bombardierung von Grafenwöhr gibt es im April eine Gedenkveranstaltung im Museum. Am Pfingstmontag geht eine neue Theater-Stadtführung an den Start. Die Theatergruppe begleitet künftig auch die Stadtführung „Militär und internationales Flair“ vom Rathaus bis zu Wache 1, bei der es um die Stadtentwicklung durch den Truppenübungsplatz geht.

Schließlich stellte die Kulturmanagerin das Strategiepapier des Museums für die nächsten Jahre vor. Gemeinsam mit dem Vorstand wurden Ziele und Maßnahmen definiert, auf denen künftig der Schwerpunkt der Arbeit liegen soll. Im Großen und Ganzen soll das Museum an überregionaler Bekanntheit zulegen, weiter attraktiver und aktuell gestaltet werden und sich auch als Kulturbetrieb einen Namen machen. "Wir möchten das Wissen und die Erfahrung von Mitgliedern nutzen und diese aktiv am Museumsgeschehen teilhaben lassen", erklärte Plößner. Das soll durch die Gründung von Arbeitsgruppen ermöglicht werden, bei denen Interesse an Geschichte, Bewirtung oder handwerkliches Geschick gefragt sind.

Vorsitzender Wilhelm Buchfelder blickte auf das vergangene Vereinsjahr mit zahlreichen Vorstandstreffen, Backofenfest, dem Aufstellen des Osterbrunnens sowie dem erfolgreichen Ostermarkt mit vielen Ausstellern zurück.

Die Rundfahrten am Truppenübungsplatz waren innerhalb drei Wochen komplett ausgebucht. Großen Dank sprach Buchfelder Gerald Morgenstern aus, der für die Kanone des Museums, die im Truppenübungsplatz am Paradefeld an den ersten Schuss erinnern soll, eine Überdachung samt Monumenten initiiert hat. Ein besonderer Jahresabschluss war die Weintaufe in Seebarn/Grafenwörth, bei dem die beiden Heimatvereine aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit und Freundschaft den Weißwein „Tandem 63“ vorstellten.

Willi Gottschalk gab seinen Bericht als Kassier ab und stellte Einnahmen und Ausgaben für 2019 vor. Zu den Einnahmen gehören Mitgliedsbeiträge, Museumseintritte, Buchverkauf und Festerlöse. Demgegenüber stehen Ausgaben für Werbung, Technik, Büromaterial, Honorare und dem jährlichen Helferfest gegenüber. Der Kassier schloss seinen Bericht mit einem kleinen Minus von 146 Euro. Kassenprüfer Reinhard Kraus bestätigte mit Hans Specht die einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Kassiers, die einstimmig gewährt wurde. Bürgermeister Edgar Knobloch lobte die Arbeit des Vereins und unterstrich das ehrenamtliche Engagement. Weiterhin bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit sowie für die Überlassung des Standesamtes im Museum. Der langersehnte Anbau des Foyers soll in diesem Jahr endlich verwirklicht werden.

Reinhold Müller freut sich außerordentlich über die Ernennung zum Ehrenmitglied des Heimatvereins.
Info:

Ehrungen für langjährige Mitglieder

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Heimatverein wurden Thomas Preinl, Bernd Meissner, Ernst Kopp geehrt. Bereits 40 Jahre Mitglied sind Gabriele Preinl, Johann Speckner, Siegfried Kammerer, Hans Kammerer, Rainer Zechmayer, Martin Stopfer, Petra Melchner und Justine Böhm. Karl Popp begleitet den Heimatverein seit 45 Jahren. Helmut Wächter und Max Reiter wurden für 50 Jahre geehrt. Joachim Keßler ist bereits seit 55 und Werner Zeitler seit 65 Jahren dabei. Eine Überraschung gab es für Reinhold Müller, der aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt wurde. (abu)

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