Die Katholische Theatergruppe Grafenwöhr ist bekannt dafür, die Lachmuskeln ihrer Zuschauer kräftig zu strapazieren. Auch bei den Aufführungen im großen Saal des Jugendheims Grafenwöhr gelingt dies den Theaterbegeisterten mit ihrem neuen Stück „Minister im Quadrat“.
Bei Minister Bernd Irrgang (gespielt von Wolfgang Bräutigam) reiht sich ein Termin an den nächsten. Sein fiktives Ministerium für Digitales und Künstliche Intelligenz mit Sitz in München hat seit der Coronakrise mit Lieferschwierigkeiten bei Computerchips zu kämpfen. Die Lösung des Problems wurde zur Chefsache erklärt.
Ein Chiphersteller aus Dubai verspricht zeitnahe Lieferung. "Scheich" Rashid al Hamid (Thomas Rahn) wurde durch eine Partei vermittelt. Dies wird hingenommen, um zeitnah an Chips zu kommen. Der Scheich wird von seiner Assistentin Jutta Schubert (Kerstin Buber) begleitet.
Der persönliche Referent des Ministers, Klaus Meier (Florian Danninger), versucht zusammen mit der Chefsekretärin Mandy (Lisa-Marie Specht) und der Praktikantin Nicole (Katja Baarfüßer), die Termine des Chefs zu koordinieren. Dabei sind kurzfristige Planänderungen an der Tagesordnung. Deshalb hat Klaus über ein Internetkaufhaus einen humanoiden Roboter bestellt. Während Berny die Termine von Bernd übernimmt, hat dieser mehr Zeit für seine privaten Anliegen. Zu unterscheiden sind die beiden durch unterschiedliche Krawattenfarben.
Die Verhandlungen mit dem Scheich fallen ausgerechnet auf den Abend, an dem das Ministerbüro den Hochzeitstag gefeiert hätte. Dazu kommt auch noch Silvia (Jennifer Plößner), die behauptet, eine Affäre mit dem Chef zu haben. Der Minister hat sein Büro mit einem geheimen Raum erweitert, der durch einen Schrank oder eine Wandtür zugänglich ist – was Gerdas Schulfreund Franz (Manuel Ertl), der zufällig die Umbauarbeiten durchgeführt hat, als Liebesspielzimmer interpretiert.
Die Aushilfsputzfrau (Silke Kraus) durchsucht lieber die Räume, anstatt zu putzen. Zusammen mit Jutta und dem Roboter-Scheich arbeitet sie im Auftrag der Opposition, um belastende Fakten zu finden, die den Minister zum Rücktritt zwingen könnten.
Die Laien-Schauspieler und Autor Wolfgang Bräutigam haben sich wieder einmal selbst übertroffen. Über seine Komödie sagte er: „KI kann vieles, aber im Chaos sind Menschen immer noch unschlagbar.“














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