10.07.2018 - 14:43 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Kinderlachen ist Zukunftsmusik"

Am 10. Juli 1993 weihten Dekan Rudolf Zeller und Pfarrer Wolfgang Neubauer den evangelische Kindergarten ein. Zehn Jahre später erhielt dieser den Namen "Kinderhaus Kunterbunt".

von Renate GradlProfil

Am Sonntag wurde bei herrlichem Sommerwetter das 25-jährige Jubiläum des evangelischen Kindergartens gefeiert. "Kinderlachen ist Zukunftsmusik", betonte Pfarrer Dr. André Ficher zu Beginn des Festgottesdienstes im Garten der evangelischen Kindertagesstätte, den er zusammen mit Pfarrerin Anne Utz aus Eschenbach feierte.

"Weil Gott die wunderbare Vielfalt liebt, hat er die Menschen kunterbunt erschaffen. Der eine kann gut rennen, der andere lesen oder zuhören. Jeder kann etwas gut und hat auch ein paar Macken. Im Kindergarten haben viele deutsch-, englisch-, russisch-, rumänisch- und tschechischsprachige Kinder Begleitung im Bildungsprozess erfahren. Das ist ein Grund zum feiern und Gott ist mit dabei", sagte Pfarrerin Utz. Die Vielfalt wurde besonders in einem Spiel der Kinder deutlich. - Der Bär Balduin wurde wegen seiner roten Knubbelnase "Himbär" genannt. Aber auch das Eichhörnchen und die anderen Tiere haben so ihre Eigenheiten. Aber schließlich werden alle akzeptiert.

Kita-Leiterin Ines Gutt ging auf die Historie des Kindergartens ein und ließ das erste Jahr der Bauphase Revue passieren. Der Beschluss zum Bau des Kindergartens mit drei Gruppen für 75 Kinder, zumeist ganztags, wurde im Februar 1992 gefasst. Im September 1992 gab es bereits einen Notbetrieb. Seit 2008 trägt die Kindertagesstätte den Namen "Kinderhaus Kunterbunt" und seit 2013 gibt es auch eine Krippen- und ein Hortgruppe.

Pfarrer Dr. André Fischer begrüßte zahlreiche Gäste und bedankte sich zuerst bei den Eltern, die ihre Kinder 25 Jahre lang dem Kindergarten anvertrauen sowie dem Personal. Die Erzieherinnen nannte er "sympatische und kompetente Damen", die Reinigungsfrauen und Hausmeister einen "großen Schatz der Kirchengemeinde". Dank galt der Stadt Grafenwöhr für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Pfarrer Bernhard Müller für die gute Ökumene. Pfarrer Fischer begrüßte zweite Bürgermeisterin Anita Stauber und dritten Bürgermeister Udo Greim, Konrektorin Ruth Seitz von der Grund- und Mittelschule, Sigrid Groß vom St. Michaelswerk, Susanne Gründl von der Schulvorbereitenden Einrichtung, den Kirchenvorstand, die Elternbeiräte und Helmuth Wächter als Vertreter des Bürgervereins und des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses (DAGA), der den Kindergarten auch als ehemaliger Bürgermeister begleitet und ihn in die Wiege gelegt hat.

Udo Greim sprach über die "bewegte schöne Zeit" aus der Sicht der Stadt Grafenwöhr und die der evangelischen Kirche. Der damalige Bürgermeister Helmuth Wächter habe die Zeichen der Zeit erkannt und gesagt: "Wir brauchen Plätze für die Kinder" und Pfarrer Wolfgang Neubauer: "Wir bau'n an Kindergarten!" - "Dieser wurde "multi-kulti" beziehungsweise vielseitig und wegen dem Truppenübungsplatz ein "Haus für alle". Was ihn noch ausgezeichnet hat war, dass es keine Schlileßzeiten gab, da er das ganze Jahr geöffnet war", so Greim. Die Devise war: "Alle Kinder müssen geborgen sein." Damals gab es auch schon Asylbewerber.

Gegründet wurde auch ein Kindergarten-Förderverein, zuerst unter der Leitung von Jutta Carrington. Dort ging es familiär zu. Leider hält sich die Gesellschaft immer mehr zurück. Greims Wunsch: "Die Familie soll wieder größer werden." Aus Sicht der Stadt betonte Greim: "Kindergärten sind Pflichtaufgaben der Gemeinden." Die Stadt sei deshalb froh, dass es den katholischen und den evangelischen Kindergarten gebe. Im Namen der Stadt sprach Greim den Kindergärten ein ganz großes Dankeschön aus, dass sie diese Pflichtaufgabe übernommen haben. "Jeder Cent ist gut angelegt, denn Kinder bedeuten Zukunft."

Im Rahmen der Feier bedankte sich Pfarrer Dr. André Fischer bei Kita-Leiterin Ines Gutt für ihre 24-jährige Arbeit. Für sie gab es Blumen und ein Bild des Kindeergartens, das der Grafenwöhrer Künstlers Johannes Janner gemalt hat. Blumen bekam auch Yvonne Rothmaier, die ihre Ausbildung als Krippenpädagogin abgeschlossen hat. Udo Greim, der Vertrauensmann der evangelischen Kirche erhielt einen Geschenkkorb anlässlich seines 65. Geburtstages.

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