04.11.2018 - 12:03 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Dem "King" ganz nah sein

"Vor ihm war gar nichts. Er war ein König unserer Tage, lange noch möge er regieren." Diese Sätze von John Lennon gelten bis heute. Nach 60 Jahren ist Elvis Presley zurück in Grafenwöhr - und zwar im Kultur- und Militärmuseum.

Zeitzeugin Lieselotte Zelenka aus Hirschau ist eine der Ersten, die bei der Eröffnung den Original-Brief von Elvis begutachten. Die Vitrine ist den ganzen Abend dicht umringt.
von Angela BuchfelderProfil

Rund 50 geladene Gäste nutzten bei der Eröffnung am Samstag die Gelegenheit, als eine der Ersten die neue Elvis-Sonderausstellung zu besuchen. Willi Buchfelder, Vorsitzender des Heimatvereins, freute sich über das Kommen zahlreicher Ehrengäste.

Der Ausstellung vorausgegangen waren rund eineinhalb Jahre intensiver Recherchen, Zeitzeugenbefragungen und Filmaufnahmen. Dass die Ausstellung nun viele rare Sammlerstücke beinhalte, verdanke das Museum Birgit Plößner, Wolfgang Houschka und der Elvis-Presley-Gesellschaft, betonte Buchfelder. Er bedankte sich bei ihnen für die gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Edgar Knobloch und Maria Hesterberg von der Elvis-Presley-Gesellschaft beglückwünschten den Heimatverein zu der tollen Ausstellung. Schon Leonard Bernstein habe Elvis als die größte kulturelle Kraft des 20. Jahrhunderts bezeichnete, merkte Hesterberg an. Die Schau zeige die historische Bedeutung des Stars, insbesondere an einem Ort, wo er selbst schon war.

"Neben vielen tollen Stücken beinhaltet die Ausstellung ein ganz besonderes Highlight", erklärte Kulturmanagerin Birgit Plößner: den Original-Brief von Elvis Presley an den Lokalreporter Sepp Anderl Müller. Dieser hatte bei Elvis' Besuch in Hirschau die Gelegenheit genutzt, sich mit dem Star zu unterhalten und Fotos zu schießen. Diese schickte er später Elvis, der sich mit einem Brief dafür bedankte. Lange Zeit dachte man, das Schreiben sei verschollen. Elvis-Experte Wolfgang Houschka erinnerte sich dann, dass er dem Reporter geraten hatte, den Brief seiner Tochter zu vererben. Esther Hoffmann, die in Regensburg lebt, hat den Elvis-Brief über 60 Jahre gut aufbewahrt. Nun ist das seltene Stück Teil der Sonderausstellung.

Birgit Plößner stellte auch die DVD "1958 bis 2018 - 60 Jahre Elvis Presley in Grafenwöhr" mit drei Kurzfilmen vor, die in Zusammenarbeit mit Robert Neuber aus Pressath produziert wurde. Zahlreiche Zeitzeugen - darunter Lieselotte Zelenka aus Hirschau, Giesela Zechmayer aus Grafenwöhr und Raimund Rodler aus Eschenbach - waren bei der Eröffnung gespannt auf die Filme - und dann begeistert. "Soldat Elvis Presley in Grafenwöhr", "Begegnungen - Elvis und die Oberpfälzer" und "Sensation in der Micky Bar" zeichnen ein umfassendes Bild vom Aufenthalt des "King of Rock'n'Roll" in Grafenwöhr und Umgebung. Die DVD ist im Museum erhältlich.

Elvis-Fans können bis Ende März die Sonderausstellung "60 Jahre Elvis in Grafenwöhr" besuchen. Auch die Dauerausstellung ist einen Besuch wert. Dort kann man bei Elvis am Original-Flügel in der Micky-Bar vorbei schauen. Das Museum ist dienstags bis donnerstags sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet (www.museum-grafenwoehr.de).

Kulturmanagerin Birgit Plößner bedankt sich bei Maria Hesterberg, Wolfgang Houschka und Wolfgang Zapke (von links) für die vielen raren Sammlerstücke, die die Sonderausstellung bereichern.
Rund 50 geladene Gäste kommen zur Eröffnung der Sonderausstellung "60 Jahre Elvis Presley in Grafenwöhr".
Auch das Comeback des "King of Rock'n'Roll" 1968 in Las Vegas darf in der Ausstellung nicht fehlen.
Die Gäste schauen sich die Exponate genau an.

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