Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Grafenwöhr gewonnen und wird rund zehn Kilometer Glasfaser verlegen sowie fünf Glasfaser-Netzverteiler neu aufstellen. Im neuen Netz sei Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gelte auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der "Cloud". Die Stadt Grafenwöhr und die Deutsche Telekom haben dazu jetzt einen Vertrag unterschrieben. "Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom. Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So sichert sich unsere Stadt einen digitalen Standortvorteil und wird als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver", erklärte Bürgermeister Edgar Knobloch. Das Erschließen der letzten zwei Prozent beziehungsweise 23 Haushalte/Gewerbe kostet 500 000 Euro. "Mit einer 90-prozentigen Förderung muss die Stadt 50 000 Euro zahlen", teilte Knobloch mit.
"Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot die Stadt überzeugen konnten", sagte Josef Markl, "Key Account Manager" der Telekom. "Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft in Grafenwöhr. Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen", versprach er weiter.
Und so läuft der Ausbau ab: Die Telekom steigt nun in die Feinplanung ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt, und Baugenehmigungen werden eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Telekom-Netz. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse nutzen.
Damit die Telekom Glasfaser ausbauen kann, müssen auch die Immobilienbesitzer mitmachen. "Glasfaser gibt es nur gemeinsam", sagte Josef Markl. "Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir eine Einverständniserklärung mit Unterschrift des Eigentümers. Sonst dürfen wir sein Haus nicht mit Glasfaser anschließen." Die Eigentümer werden von der Telekom direkt kontaktiert, sobald die Stadt die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben hat.













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