15.05.2020 - 11:56 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Museumsbesuch wieder möglich

Neun Wochen hatte das Kultur- und Militärmuseum in Grafenwöhr coronabedingt geschlossen. Viele Besucher mussten zu Hause bleiben, Veranstaltungen fielen aus oder wurden ins Internet verschoben. Nun ist ein Museumsbesuch wieder möglich.

Die Türen des Kultur- und Militärmuseums sind wieder geöffnet. Zum Schutz der Besucher gibt es am Eingang Desinfektionsmittel, das Kassenpersonal trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung und sitzt hinter einer Plexiglasscheibe.
von Angela BuchfelderProfil

"Wir haben Glück, dass unser Museum so weitläufige Räume hat, trotz des historischen Gebäudes", freut sich Willi Buchfelder, Vorsitzender des Heimatvereins. Dieser glückliche Umstand sowie die spontane Hilfe der Stadt Grafenwöhr und des Bauhofes machten die Öffnung des Museums so schnell wieder möglich.

Mitarbeiter des Bauhofes installierten im Kassenbereich eine Plexiglasscheibe und die Stadt stellte eine Putzfrau zur Verfügung, die eine Grundreinigung im gesamten Gebäude vornahm. "Für diese unkomplizierte Unterstützung möchten wir uns ganz herzlich bei der Stadt bedanken", bestätigt Buchfelder. Zusammen mit Museumsmitarbeiterin Christine Meinl fertigte und brachte Kulturmanagerin Birgit Plößner die Hinweisschilder an und schilderte den Rundgang aus.

In der gesamten Ausstellung werden die Besucher auf die neuen Hygieneregeln hingewiesen. Der Rundgang ist beschildert, alle Türen sind geöffnet.

Umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen

"Besucher können ganz ohne Angst in unser Museum kommen", betont Plößner. "Unser Kassenpersonal trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung, am Eingang haben wir Desinfektionsmittel bereitgestellt, alle Türen sind geöffnet, so dass niemand Türklinken anfassen muss, und es gibt einen beschilderten Rundgang durch die gesamte Ausstellung", erläutert die Kulturmanagerin. In den großen Räumen dürfen bis zu 43 Besucher gleichzeitig anwesend sein. "Es muss also keiner Angst haben, dass er abgewiesen wird", erklärt Plößner.

"Grafenwöhrer Geschichterl" dank Lockdown

Den Lockdown nutzten Plößner und Meinl, um die Dokumentenablage zu optimieren. So entstand auch die Idee zu den "Grafenwöhrer Geschichterln", die auf der Website und der Facebook-Seite des Museums veröffentlicht werden. "Es gibt so viele interessante Geschichten über Grafenwöhr, die es sich lohnt zu erzählen. Die vergangenen Wochen konnten wir nutzen, um tiefer in verschiedene Themen einzusteigen und diese zu bearbeiten", sagt Plößner. Denn das Museumsteam erreichten auch während des Lockdowns Fragen zu verschiedenen Themen oder Rechercheanfragen. "Dafür haben wir im laufenden Betrieb nur sehr wenig Zeit. Umso besser, dass wir nun die Zeit dafür nutzen konnten."

Vorsichtige Planungen für Herbst

Die Planungen für den Herbst laufen bereits im Hintergrund. So denkt Plößner mit ihrem Team über eine neue Sonderausstellung und das Nachholen einzelner Veranstaltungen in anderer Form nach. Da es jedoch aktuell noch keine Hinweise für Veranstaltungen ab September gibt, wartet das Museumsteam die weitere Entwicklung ab.

Das Lultur- und Militärmuseum kann ab sofort zu den bekannten Öffnungszeiten wieder besucht werden: dienstags bis donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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