Der US-Kommandeur bekräftigte vor der Grafenwöhrer Ratsversammlung die sich daraus ergebenden positiven Entwicklungen für Stadt und Region. Schon seit Sommer steht fest: Es kommen rund 1500 weitere US-Soldaten in die Oberpfalz. Sie sollen dauerhaft stationiert werden. In Grafenwöhr wird die 41. Artillerie-Brigade aktiviert.
Diese umfasst zwei Artilleriebataillone, ein Instandsetzungsbataillon und eine Fernmeldeeinheit. Kommandiert wird die Truppe von Brigadegeneral Christopher C. LaNeve, einem Afghanistan-erfahrenen Offizier. "Old Germany" ist für den General aber neu. Er war noch nie in Deutschland stationiert, gestand er Bürgermeister Edgar Knobloch und den Ratsmitgliedern. Der Besetzungsbefehl kam von heute auf morgen. Statt Fort Bragg in North Carolina, einem der größten Stützpunkte der US-Army, heißt nun sein Verwendungsauftrag Grafenwöhr. Hier im schönen Bayern, wie er sagt, befehligt er vier Kampfbrigaden. Mit der Vergrößerung der Truppenstärke wachse auch die Verantwortung und sei in Grafenwöhr mit Leistung verbunden, sagte der Kommandeur. Das größte Armee-Ausbildungszentrum außerhalb der Vereinigten Staaten genieße einen überragenden Ruf. LaNeve betonte zudem die große Bedeutung der Partnerschaft zwischen Army und deutscher Bevölkerung. "Und die ist großartig", bemerkte er mit Blick auf Knobloch und hinein in die Ratsversammlung. "Wir haben viele gemeinsame Interessen", urteilte der General. Deshalb freut er sich auf viele Begegnungen im Jahr 2019. "Das wird bestimmt ein gutes Jahr." Demonstrativ überreichte der Kommandeur ein Geschenk mit Symbolcharakter. "Partnerschaft durch Freundschaft" heißt es auf dem kunstvoll gefertigten Holzschnitt, den LaNeve dem Bürgermeister überreichte. Der Rathauschef nutzte die Gelegenheit, das gute Verhältnis der Stadt zu den US-Dienststellen zu unterstreichen und auf die Bereitstellung von über 2500 Arbeitsplätzen im Lager Grafenwöhr hinzuweisen. "Das stärkt Grafenwöhr und die Region."
Die Aktivierung der 41. Brigade bewertete der Rathauschef als Segen für Grafenwöhr. Knobloch rechnet mit zunächst weiteren 300 zusätzlichen Soldaten, von Supports und einem starken Zuzug von Familienangehörigen. Knobloch begrüßte die Bereitschaft einer Partnerschaftszusage durch Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei mit der aktivierten Artillerieeinheit.
Unbeantwortet blieb allerdings ein "langgehegter Wunsch" von Hannes Färber. Der Stadtrat der Linken schlug vor, der US-Army in Grafenwöhr ein Denkmal zur Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus zu errichten.













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