Grafenwöhr
31.07.2019 - 08:35 Uhr

Neues Umfeld für Grafenwöhrer Michaelskirche

Kirche, Pfarrhaus und Kindergarten sollen bei der Neugestaltung des Umfeldes der evangelischen Michaelskiche in Grafenwöhr eine optische Einheit bilden. Das Ziel ist klar. Doch der Weg ist holprig.

Die Neugestaltung des Kirchenumfeldes hat auch Auswirkungen auf die Martin-Luther-Straße. Der Findungsprozess besonders zur Frage eines verkehrsberuhigten Bereiches ist für das Stadtratsgremium noch nicht abgeschlossen. Bild: do
Die Neugestaltung des Kirchenumfeldes hat auch Auswirkungen auf die Martin-Luther-Straße. Der Findungsprozess besonders zur Frage eines verkehrsberuhigten Bereiches ist für das Stadtratsgremium noch nicht abgeschlossen.

Besonders die Neugestaltung der Martin-Luther-Straße in Höhe des Sanierungsgebietes ließ nach der Vorstellung des Planungskonzeptes durch Michael Wagner vom Architekturbüro Schultes noch Wünsche offen. Wagner legte dem Plenum eine Planung mit zwei Varianten vor. Wesentliche Unterschiede sind im Gehweg- und Parkplatz-Konzept und bei der Straßenpflasterung zu entdecken.

Die vorliegende Planung sieht die Auflösung der derzeit bestehenden nordwestlich der Kirche gelegenen zehn Parkplätze vor. Stattdessen denkt der Planer für diesen Bereich an eine öffentlich wirksame Fläche mit Schotter-Rasen und Brunnen. Dieser Platz könnte dann für kirchliche Anlässe und für Veranstaltungen genutzt werden, betonte Wagner. Neue barrierefreie Stellflächen sollen stattdessen nördlich des Gemeindehauses entstehen. Ein neuer Zugang zwischen dem Gemeindehaus und der Michaelskirche dient auch der Erschließung des Kindergartens und als Feuerwehrzufahrt.

Der Parkplatznot möchte der Planer mit beiderseitigen Längsstellplätzen in der Martin-Luther-Straße begegnen. Für sinnvoll hielt Wagner auch eine Eingrünung des Telekom-Areals. „Das verbessert das Gesamtbild.“ Zur Betonung des verkehrsberuhigten Bereiches soll eine Straßenpflasterung beitragen, um vor allem den zur Wache 1 fehlgeleiteten Schwerlastverkehr auszubremsen.

In der Diskussion gab es vor allem kritische Stimmen zur künftigen Gestaltung der Martin-Luther-Straße als verkehrsberuhigter Bereich. Thomas Schopf warnte vor erschwerten Bedingungen für die Parkplatznutzer und schlug vor, zum Ausbremsen der Temposünder den Einfahrtsbereich der Straße zu verengen. Unglücklich zeigte sich Gerald Morgenstern über den Wegfall von Parkplätzen. Für nicht erforderlich hielt er eine durchgehende Straßenpflasterung. Diese wiederum begründete Michael Wagner als Beitrag für eine Bremswirkung des fließenden Verkehrs. Thomas Mayer schlug anstelle eines Schilderwaldes mit Ver- und Gebotszeichen den Einbau von Straßenschwellen vor. „Dort wo sich Kinder bewegen, ist das geboten.“

Ein Ja zum Straßenpflaster und zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Kilometer pro Stunde kam von Thomas Weiß. Dritter Bürgermeister Udo Greim sprach von einem vernünftigen Konzept. Als Vertrauensmann des evangelischen Kirchenvorstandes würdigte er zudem die optimale Planung für eine gefahrlose Zufahrt zum Kindergarten und zur Kinderkrippe. Bürgermeister Edgar Knobloch versicherte, die Vorschläge aus dem Gremium in der nächsten Gesprächsrunde mit der Regierung zu erörtern. Eine besondere Rolle werden dabei die verkehrsrechtlichen Fragen einnehmen. Insgesamt bestand mit der vorgelegten Planung Einverständnis.

 
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