Oberpfälzer Burger beim deutsch-amerikanischen Freundschaftsfest

Grafenwöhr
05.08.2022 - 14:38 Uhr

Das deutsch-amerikanische Volksfest muss auch dieses Jahr ausfallen. Als Ersatz gibt es ein Freundschaftsfest. Das ist nicht nur um einiges kleiner als das Original - sondern auch kulinarisch etwas anders.

Wolfgang Schlitter brät am deutsch-amerikanischen Freundschaftsfest Burger.

Burger und ähnliches gibt es auf dem deutsch-amerikanischen Volksfest seit rund 60 Jahren original von den Amerikanern. Dieses Jahr ist das anders. Außerhalb des Lagers dürfen die US-Bürger nicht verkaufen, sagt der Präsident des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses (DAGA), Helmuth Wächter. Deshalb treten die Oberpfälzer auf die Bühne und zeigen was sie in Sachen „American cooking“ drauf haben. Denn die Freundschaft soll aufrechterhalten bleiben und nicht vergessen werden, sagt Schaustellerin Claudia Heindl, die in Zusammenarbeit mit der DAGA das Fest organisiert. „Es ist jetzt schon zwei Jahre ausgefallen. Wir wollen einfach signalisieren, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft weiterhin besteht.“

Wolfgang Schlitter brät auf dem Fest in der Dießfurther Straße in Grafenwöhr die klassischen Burger und Cheeseburger. Als Küchenchef im „WAM No1 – Das Burgerhaus“ in Weiden ist er mit der Zubereitung der amerikanischen Spezialitäten bestens vertraut. Laut Schlitter sagen seine amerikanischen Gäste: „Bei dir schmeckts wei bei uns daham.“ Auch wenn typisch amerikanisch, ein bisschen bayerischen „Touch“ gibt es dann doch auf den Burgern: Brezenlauge auf die Semmel, um das ganze zu „verbayerischen“, wie er sagt.

Auch eine langjährige Bekanntschaft der Schaustellerfamilie Heindl ist am Freundschaftsfest vor Ort. Die Weidener Imbissbudenbesitzerin Nadja Rothballer serviert Nachos, die sie „schon jahrzehntelang“ verkaufe. Das Tex-Mex-Gericht kommt also dieses Jahr auch von einem Oberpfälzer Profi.

Heindl ist zuversichtlich, dass das Fest ein Erfolg wird. Das sehe sie an den positiven Reaktionen auf Facebook. Und auch wenn die Amerikaner diese Jahr keine Stände am Fest haben werden, eine Sache gibt es doch wieder vom US-Militär und das ist die Waffenschau, sagt Wächter. Laut Franz Zeilmann dem Pressesprecher der US-Armee Garnison Bavaria ist das US-Militär mit einem Mehrfachraketenwerfer und einem Humvee-Geländefahrzeug dabei.

Zweimal hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, jetzt ist es der Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen militärischen Maßnahmen, die ein Fest auf dem US-Gelände unmöglich machen. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sollen aber weiter gepflegt werden, deshalb gibt es von 5. bis 8. August in der Dießfurther Straße in Grafenwöhr das Volksfest in Lightversion: ein Deutsch-Amerikanisches Freundschaftsfest.

 
 

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