26.05.2019 - 17:26 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Polizei vermutet: Sohn tötet Vater mit Messer

Wie die Polizei mitteilte, kam es am Sonntagvormittag in Grafenwöhr zu einem Tötungsdelikt. Ein Mann hat seinen Vater mit einem Messer angegriffen. Der 57-jährige Vater erlag seinen Verletzungen.

von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Es ist nicht weit zur Berufsschule, dem St.-Michaels-Werk. Eine ruhige Wohngegend in Grafenwöhr, Einfamilienhäuser reihen sich aneinander, zahlreiche Autos sind an der Straße geparkt, die Vorgärten sind gepflegt. Nachbarn beschreiben die Gegend als ruhig und familienfreundlich. Hier ereignete sich am Sonntagvormittag allerdings ein Fall der nicht in das heile Bild passt.

Ein 57-jähriger Mann erlitt mehrere schwere Stichverletzungen. Seine Frau setzte gegen 10 Uhr den Notruf ab. Doch der Notarzt konnte nach seiner Ankunft nur noch den Tod des Opfers feststellen konnte. Der mutmaßliche Täter ist ein 34-Jähriger – der Sohn des Toten. „Er war in der Wohnung und wir gehen derzeit davon aus, dass er dem Vater die schweren Verletzungen zugefügt hat“, teilte Werner Stopfer von der Polizei in Eschenbach mit. Der Tote hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder, darunter der mutmaßliche Täter.

Am frühen Nachmittag ist es ruhig in der Straße. Einige Familien nutzen den sonnigen Tag für einen Radausflug. In der Nähe ist ein Spielplatz. Am Tatort gehen inzwischen die Polizei, Spurensicherung und Staatsanwaltschaft ein und aus. Die Familie wird von Nachbarn als unauffällig, der Vater als höflich und ganz normal beschrieben. Er war Dachdecker. Der Sohn studierte, war wohl zuletzt nicht mehr so oft in Grafenwöhr.

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es „Tötungsdelikt im häuslichen Umfeld“. Zum genauen Tathergang kann Polizeisprecher Stopfer aber noch nichts sagen: „Was genau der Auslöser war, wo das Motiv liegt, wissen wir derzeit noch nicht.“

In der ersten Mitteilung schrieb das Polizeipräsidium, dass der tatverdächtige Sohn „nach ersten Erkenntnissen unter einer psychischen Erkrankung“ leide. „Wir wissen nur, dass möglicherweise eine psychische Erkrankung des 34-Jährigen vorliegt, in wie weit das mit dem Geschehen in dem Haus in Verbindung gebracht werden kann, wissen wir derzeit noch nicht“, teilt Stopfer am Nachmittag mit. Die Rechtsmedizin untersucht den Tatverdächtigen, der zurzeit in Gewahrsam ist. Ob er in Haft bleibt oder in eine spezielle Unterkunft kommt, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Weiden in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft übernommen.

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