11.02.2019 - 11:54 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Privatdetektiv Berber ermittelt in Grafenwöhr

Einen kurzweiligen Abend bot Georg Steinweh den Zuhörern am Freitagabend im Kultur- und Militärmuseum, wo er seinen Krimi "Berber und der Tote am Karpfenteich" vorstellte. Die Idee für den Roman sei ihm bei einem Klassentreffen gekommen.

Autor Georg Steinweh nimmt die Zuhörer mit seinem Protagonisten Daniel Berber mit nach Grafenwöhr.
von Angela BuchfelderProfil

Die Geschichte startet für den Privatdetektiv nicht optimal. "Mein Name ist Daniel Berber. Ich liege bewusstlos am Rand eines Karpfenteiches und sehe gar nicht gut aus. Wenn mich nicht bald jemand findet, werde ich kaum Gelegenheit haben, das Arschloch aufzuspüren, das mich in diese missliche Lage gebracht hat." Mit diesen Worten beginnt der Roman des gebürtigen Forchheimers Georg Steinweh.

Privatdetektiv Daniel Berber hält sich selbst für den Größten. Dabei macht er selbst viele Dinge falsch und schätzt sich oft stärker und toller ein, als er ist. Wie der Autor lebt auch der Protagonist Berber in Stuttgart. Für ein Klassentreffen kommt er zurück in seine Heimat. "Die Idee für die Geschichte ist mir tatsächlich bei einem Klassentreffen gekommen", erzählt Steinweh lachend. Denn man schreibe ja immer irgendwie über etwas, das man kenne. Im Roman sei alles fiktiv, eventuelle Parallelen zu Grafenwöhrer Betrieben oder Personen frei erfunden.

Steinweh führt seine Zuhörer zunächst an einen fränkischen Karpfenteich, wo es zu einem ersten spannenden Zwischenfall kommt. Denn Berber findet einen Toten und wird kurz darauf niedergeschlagen. Im nächsten Romanabschnitt ist Berber in Grafenwöhr, wo er in der Fleischfabrik als Aushilfsfahrer anheuert, um verdeckt zu ermitteln. Den Toten hat er hinten in seinem Kühllaster dabei. Gemeinsam mit seiner Vertrauten Chantal versteckt er die Leiche in einem nicht mehr genutzten Kühlraum der Fleischfabrik.

Erpressungen rund um einen Gammelfleisch-Skandal, mehrere Geiselnahmen, ein paar Frauengeschichten - der Fall wächst Berber schnell über den Kopf. Steinweh versteht es, die richtigen Ausschnitte seines Buches zu lesen. Die Spannung steigt im Laufe des Abends. Nach rund eineinhalb Stunden kommt es zum Showdown. Doch die Auflösung rund um die Entführten Brigitte und Wolfram von Grafeneck lässt der Autor offen. Für den Leser bleibt es spannend. Begeistert spendieren die Zuhörer Applaus und Kulturmanagerin Birgit Plößner dankt Steinweh mit einem Wein aus der österreichischen Partnerstadt für den spannenden Abend. Der Roman "Berber und der Tote am Karpfenteich" ist im Fabulus Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Autor Georg Steinweh nimmt die Zuhörer mit seinem Protagonisten Daniel Berber mit nach Grafenwöhr.

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