21.07.2019 - 09:58 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Puccini- und Santana-Klänge auf dem Schönberg

Das Gewitter hatte Geduld. Erst lange nachdem die Sommerserenade auf dem Grafenwöhrer Schönberg verklungen war, ging es in der Nacht los. Die Akteure der Musikschule Vierstädtedreieck unter Leitung von Joachim Steppert konnten aufatmen.

von Renate GradlProfil

Fast fünf Stunden lang bot die Sommerserenade bei schönstem Wetter auf der Naturbühne am Schönberg Ausschnitte aus Musicals, Oper, Rock, Ragtime und Volksmusik. Den Anfang machte der Kinderchor, gefolgt vom Jugendstreichorchester unter Leitung von Musikschulleiter Joachim Steppert. Passend zum heißen Sommertag sangen die Mädchen und Buben "Surfen am Baggersee" und "Wie Eis in der Sonne". Die Streicher harmonierten bestens mit dem Nachwuchsorchester, als "Over the Rainbow" erklang. Lauter und wilder wurde es dann, als das Percussion-Ensemble mit Stefan Brunner seiner "Latin Fantasy" freien Lauf ließ.

Auch die Musikschulband mit Frontfrau Luisa Gradl trumpfte mit Santana- und Black-Sabbath-Klängen auf. Fabian Bertelshofer wird künftig aus beruflichen Gründen hier nicht mehr den Ton angeben. Musikschul-Chef Steppert verabschiedete ihn nach zehnjährigem Wirken mit einem Fass Zoigl.

Ein "Rehragout", "Tequila" und "Y.M.C.A." servierten schließlich Ulli Dziwinski und ihr Nachwuchsblasorchester. Das Blasorchester mit René Bauer zeigte sich, wie gewohnt, breit gefächert mit dem volkstümlichen "Alpenglühen", aber auch mit dem rockigen Klassiker "Music" von John Miles oder mit "American Patrol".

Eigentlich gab es nur Highlights, aber den "krönenden Abschluss", wie ihn Steppert nannte, boten die Gesangssolistinnen. Ausbilderin Uschi Steppert kündigte zunächst Luisa Gradl und Stella-Verona Ulrich mit ihren Stücken aus der Puccini-Oper und dem "Flower Duett" aus der Oper "Lakmé" an. Dem Musical mit Stücken aus "Cats" und "Les Miserables" hatten sich dann noch Anne Dünzl, Anna Ott und Vanessa Trummer verschrieben. Besonders Letztere bewies, dass sie nicht nur wunderschön singen, sondern auch emotionsgeladen sein kann. Schade nur, dass sich nicht mehr Zuschauer die Sommerserenade gönnten.

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