28.10.2020 - 12:44 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG: Verzicht auf Ausschüttung von Dividenden

"Die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG hat sich erneut als verlässlicher Partner in der Region präsentiert und ihre Marktanteile stabilisiert." Dies betont das Geldinstitut in anlässlich der Vertreterversammlung in Grafenwöhr.

von Externer BeitragProfil

"Die Genossenschaft steuerte ihr Schiff im Jahr 2019 besonnen und umsichtig und behielt ihren nachhaltigen Kurs bei": Dies zeigte Vorstandssprecher Joachim Geyer in seinem Bericht bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG im großen Saal des katholischen Jugendheimes auf.

Insgesamt 10.105 Personen mit knapp 40.000 Geschäftsanteilen seien Mitglied in der Genossenschaft, informierte Geyer laut Pressemitteilung. "Somit ist nahezu jeder dritte Einwohner in unserem Geschäftsgebiet Mitglied."

Die Bilanzsumme habe sich um 6,3 Prozent auf knapp eine halbe Milliarde Euro erhöht. "Damit wurden unsere Erwartungen mehr als übertroffen", freute sich der Raiffeisenchef. Das Geldinstitut nehme damit unter den 227 bayerischen Genossenschaftsbanken einen gesunden Mittelfeldplatz ein.

Hervorzuheben sei die Entwicklung beim Kundengesamtvolumen, inklusive der Produkte der Verbundpartner ist. Hier würden mittlerweile knapp eine Milliarde Euro verwaltet. Die Forderungen an Kunden wuchsen um 5,6 Prozent an, was auf die verstärkte Nachfrage nach privaten Wohnbaudarlehen sowie nach Kommunaldarlehen zurückzuführen sei.

Die Eigenanlagen der Bank bezifferte Geyer auf rund 214 Millionen Euro, was nahezu exakt dem Vorjahresniveau entspreche. Die Sachanlagen haben sich auf knapp zehn Millionen Euro erhöht.

Die Kernkapitalquote belaufe sich derzeit auf 16,5 Prozent und liege damit über den Mindestanforderungen. Das erwirtschaftete und versteuerte Eigenkapital sei in den vergangenen fünf Jahren um knapp acht Millionen Euro gestärkt worden. Erneut flössen hohe Beträge den Rücklagen, dem Fond für allgemeine Bankrisiken und den Vorsorgereserven zu.

Getrieben durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld seien wiederum rückläufige Zinserträge für alle zu verzeichnen gewesen. "Unsere Kunden nutzen daher mittlerweile nachhaltig die Produkte unserer Verbundpartner", teilte Geyer mit.

Die Steuerlast aus der Einkommens- und Ertragssteuer sowie den sonstigen Steuern gab er mit rund 860.000 Euro an, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um knapp 100.000 Euro bedeute. "Darin sind Gewerbesteuerzahlungen an unsere Kommunen in unserem Geschäftsgebiet über rund 350.000 Euro enthalten."

Beim Thema Gewinnverwendung berichtete der Bankchef von Empfehlungen der Europäischen Zentralbank (EZB), auf eine Ausschüttung von Dividenden zu verzichten. Auch die Vertreterversammlung folgte dieser und beschloss, auf eine Dividendenausschüttung dieses Jahr zu verzichten und den Bilanzgewinn zur Stärkung des Eigenkapitals zu verwenden.

Im Anschluss ging der Vorstand auf das VR-Mitglieder-Bonus-Programm beziehungsweise das Hausbankprinzip ein und sprach von ansehnlichen Renditen. Weiteres Thema war die Überarbeitung des Filialkonzepts mit dem neuen Kundenservicecenter in der Geschäftsstelle in Waldershof und der Schließung von vier Filialen Ende November.

"Dieser Schritt fiel uns nicht leicht", betonte Geyer. Größtenteils sei er durch die lange Niedrigzinsphase und manche Begleiterscheinung der Digitalisierung verursacht worden.

Um die Geldversorgung in der Fläche aufrecht zu erhalten, werde einerseits mit der Sparkasse vor Ort jeweils ein Geldausgabeautomat betrieben. Auch seien Händler und Läden gewonnen worden, die die Möglichkeit bieten, sich im Zuge des Einkaufes über ein Terminal zusätzlich mit Bargeld zu versorgen. Den nicht mobilen Kunden werde zudem ein Geldbring-Service angeboten, informierte Geyer, ehe er mit Dank an alle Kollegen, Mitglieder und Vertreter sowie den Aufsichtsrat seine Bericht schloss.

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