11.06.2019 - 12:11 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Saubere Sache: Mittelschule Grafenwöhr besucht Kläranlage

Wie wird das Abwasser gereinigt und wie verändert es sich dabei? Schließlich sollen die Tiere und Pflanzen in und um Grafenwöhr keinen Schaden nehmen.

Die 6. Klasse der Mittelschule Grafenwöhr bei ihrem Besuch in der Kläranlage.
von Renate GradlProfil

Die 6. Klasse der Mittelschule Grafenwöhr besuchte kurz vor den Pfingstferien mit ihrer Klassenleitung Annika Heisig und ihrer Natur- und Techniklehrerin die Kläranlage in Grafenwöhr, um die Fragen in Bezug des Abwassers und Biogas zu klären. "Für 25.000 Menschen ist unsere Kläranlage ausgelegt", beginnt Bernhard Ott nach der Begrüßung seine Ausführungen über die Kläranlage. Zusammen mit Mario Schneider führte er die Schülerinnen und Schüler durch das Gelände und erklärte detailliert die einzelnen Abläufe.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung durften die Jugendlichen den Rechen begutachten, der zur mechanischen Reinigung des Abwassers benötigt wird. Eindrucksvoll zeigte Ott im Verlauf der Führung immer wieder auf, wie sich die Zusammensetzung des Abwassers nach jedem Arbeitsgang verändert. Schnell wurde klar, dass das, was in der Kläranlage abgefiltert wird, keinesfalls in den Gewässerkreislauf gelangen darf. Nur mithilfe der verschiedenen Reinigungsstufen kann das Abwasser von allen Schadstoffen befreit werden, sodass die Tiere und Pflanzen in den Gewässern um Grafenwöhr gesund bleiben.

Besonders überrascht waren die Jugendlichen von der Arbeit der Bakterien während des biologischen Reinigungsabschnitts. Interessiert begutachteten sie das große Klärbecken und stellten erstaunt fest, dass trotz der scheinbar starken Verschmutzung nur klares, sauberes Wasser daraus abgeleitet wird. Ebenso überrascht reagierten die Mädchen und Jungen auf Otts Ausführung über den Gewinn von Biogas aus dem Klärschlamm. Eine "saubere Sache" ist auf jeden Fall, dass die Kläranlage in Grafenwöhr nicht nur für sauberes Wasser sorgt, sondern auch noch sauberen Strom produziert.

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