21.10.2018 - 12:37 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Schönheit der Region vermitteln

Stolz auf die Heimat und der Attraktivität bewusst sein war ein essentieller Punkt am 15. Tourismustag des Oberpfälzer Waldes. Dazu gehört eine richtige Kommunikation der eigenen Vorteile.

Christina Löffler ist die Leiterin des Arbeitsbereichs Tourismus und stellte aktuelle und zukünftige Projekte des Oberpfälzer Waldes vor.
von Stefan NeidlProfil

Vorsitzender der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Oberpfälzer Wald Andreas Meier durfte über 250 Gastronomen, Hoteliers und Experten in der Stadthalle Grafenwöhr begrüßen und nahm die vollen Reihen als Indiz für eine lebendige Branche. Wer Google nach aktuellen Trends befragt, stößt dabei auf Nachhaltigkeit, sanften Tourismus und einen schonenden Umgang mit der Umwelt, betont der Landrat. Der Erlebnisurlaub in dem auch Brauchtum und Geschichte gelernt wird, rückt mehr in den Vordergrund und ein gutes Onlineangebot dient zur Vernetzung mit den Gästen. Deswegen sollen Internet und Mobilauftritt eines Unternehmens gut gepflegt werden, denn die potenziellen Urlauber haben ihr Smartphone immer dabei, studieren stets die Bewertungen der Unterkünfte und haben damit die einfachste und schnellste Möglichkeit zur Buchung und Information stets in der Hosentasche.

Bürgermeister Edgar Knobloch erläuterte die Attraktivität seiner Stadt, die keinen klassischen Urlaubsort darstellt und nie als Kurort dienen wird. Grund dafür ist der Truppenübungsplatz, wobei dieser eine unglaubliche Vielfalt an Tieren und Pflanzen aufweist. Mit 30 Gastronomiebetrieben existiert dennoch eine lebendige Gaststättenkultur und mit wunderschönen Naturlandschaften wie dem Birka, dem Schönberg und der Nähe zu Basaltkegel Parkstein und dem alten Vulkan am Rauhen Kulm hat die Gemeinde dennoch viel zu bieten. Durch die Amerikaner findet ein ständiger Kulturaustausch statt, der jedes Jahr im deutsch-amerikanischen Volksfest im August mit weit über 100 000 Besuchern seinen Höhepunkt findet. Durch die ständig wechselnde Stationierung der Soldaten ist eine reichlich Nachfrage von neuen Besuchern vorhanden, wo andere Museen und Kultureinrichtungen Probleme haben neue Gäste zu finden.

Landrat Franz Löffler aus Cham verweist auf das hervorragende touristische Jahr 2017. Dies liegt an den ständigen Verbesserungen der Infrastruktur bei Rad- und Wanderwegen. Attraktionen wie das Sybillenbad in Neualbenreuth locken Gäste in Scharen an und gelten als Hot Spot im Oberpfälzer Wald. Ein großes Dankeschön gibt er den Hotels und Pensionen, die durch Investitionen die Qualität der Quartiere verbessert haben und verweist auf öffentliche Angebote zur Beratung. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat unter dem Thema „Zukunft für das Bayerische Gastgewerbe“ eine Initiative zur Stärkung von kleinen und mittelständischen Betrieben ins Leben gerufen. Der Landrat betont die Bedeutung der mobilen Smartphones, die das Naturerlebnis durch Informationen ergänzen und verstärken sollen.

Zahlen des Jahres 2017 stellte Christina Kircher, Leiterin des Arbeitsbereichs Tourismus vor. Übernachtungen betrugen 1 041 687 (+7,6% zum Vorjahr) und Ankünfte 382 096 (+5,5 %). Für das Marketing wurden mit Magazinen rund um Radwege, Gaststätten, Gruppenreisen und Burgen neue Broschüren veröffentlicht. Sechs Radrunden mit einer Länge von 85 bis 150 km bringen Natur, Wirtschaft und Gastronomie näher. Für die Biker sollen gezielt Serviceangebot wie E-Bike-Ladestationen geschaffen werden. Der Oberpfälzer Wald wird als Modellregion dienen, die ein digitales Info und Unterhaltungsangebot für Naturentdecker bieten soll. Dies wird mit Hilfe der Smartphones aber auch Infostelen, entworfen durch Schüler der FOS Weiden erfolgen. Außerdem wird eine breite Online-Marketing-Kampagne gestartet um die Vorzüge der Region noch besser zu vermitteln. Um die Attraktivität der Region weiter voranzutreiben werden schon bald das Archeo Centrum Bayern-Böhmen in Bärnau, Wohnfässer am Gaisweiher und die Erlebnisholzkugel am Steinberger See eröffnet.

Landrat und Vorsitzender Andreas Meier erläuterte vor vollem Haus die Vorzüge eines guten Onlineangebots
Bürgermeister Edgar Knobloch kennt die Vorzüge seiner Stadt.
Landrat Franz Löffler sprach den Gastronomen der Stadt ein Lob aus und erläuterte Beratungsangebotes des Freistaates.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.