Auch zur Verabschiedung in den Ruhestand wurden Barbara Hößl und Roswitha Schunk bei einem feierlichen Gottesdienst der evangelischen Gemeinden Grafenwöhr-Pressath und Eschenbach-Kirchenthumbach im evangelischen Gemeindehaus Grafenwöhr gesegnet. Bestärkt und mit Kraft ausgestattet, können sie ihren neuen Lebensabschnitt beginnen.
"Abschiedsrituale in unserem Alltag sind wichtig, um diesen Alltag zu bestehen. Die Gefahren auf den Wegen, die dann getrennt von den anderen zu gehen sind, um die wissen wir nur zu gut", betonte Pfarrer André Fischer in seiner Predigt. Für viele geht es jetzt wieder in den Urlaub. Was auf einer Urlaubsreise passieren kann, vom Stau bis zur Massenkarambolage, kann uns Unheil treffen. Hier sei der Segen wichtig, denn Segnen ist Weitergeben von Lebenskraft. Der Segen dient als eine Kraftquelle, um uns zu stärken. Und mehr noch - all das Gute des Lebens wird sozusagen gesteigert in Worte gefasst.
Auch der Predigttext aus 1. Mose 12 (1 bis 4) sprach von Segen beim Abschied, als Gott Abraham segnete: "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein." Abschied vom Alten, Aufbruch und Segen gehören unmittelbar zusammen. Zum Aufbruch braucht es Mut und Kraft und gute Wünsche. All das ist Segen. In der christlichen Tradition hat sich vor allem das Kreuz zu einem Segenszeichen entwickelt. Menschen und auch Gegenstände des Alltags wurden mit Kreuzzeichen versehen und so dem christlichen Gott unterstellt, damit böse Mächte abgewehrt werden konnten. Der Ursprung des deutschen Wortes „segnen“ leitet sich demgemäß auch ab von dem lateinischen „signare“, was soviel bedeutet wie „(mit einem Kreuz) bezeichnen“. Auch am Ende eines jeden Gottesdienstes steht der Segen, der begleiten soll über die Schwelle der Kirchentür wieder in den Alltag hinaus.
Pfarrer André Fischer segnete Barbara Hößl, Pfarrerin Anne Utz aus Eschenbach segnete Roswitha Schunk. Beide bedankten sich für ihre jahrzehntelange Arbeit. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Grafenwöhr-Pressath Udo Greim blickte noch einmal auf deren Arbeit zurück. "Barbara Hößl war 30 Jahre lang Pfarramtssekretärin bei insgesamt sieben Pfarrern, die jeweils andere "Marotten" hatten. Die Zeiten waren auch gebeutelt mit Vakanzzeiten. Es war eine Zeit der Herausforderung, Mühe und Freude. Beim Seniorendienstagsclub hatte sie rund 300 Aktivitäten organisiert und durchgeführt." Roswitha Schunk war Redaktuerin für den Gemeindebrief, eine gewissenhafte Kirchenpflegerin, auf die man sich hundertprozentig verlassen konnte und zwölf Jahre lang im Kirchenvorstand tätig.
Walter Trötsch, der Vertrauensmann der evangelischen Gemeinde Eschenbach-Kirchenthumbach hatte zwei Rätsel dabei, die es galt, zu lösen. H öflich, Ö(l), das läuft, wie geschmiert, "ß" sehr fleißig und l iebevoll sowie Sch reibt und schreibt, unsere Nachrichten in der Kirche. Die Lösungswörter: "Hößl" und "Schunk". Für beide galt: Auch wenn sie in den Ruhestand verabschiedet und gesegnet wurden, sind sie auch in der Zukunft stets ein gern gesehener Ehrengast.
![Bei einem feierlichen Gottesdienst im Grafenwöhrer Gemeindehaus wurden Barbara Hößl (Dritte von links) und Roswitha Schunk (rechts daneben) verabschiedet und gesegnet. Mit dabei waren Pfarrerin Anne Utz (von links) und Walter Trötsch sowie Udo Greim (von rechts) und Pfarrer Dr. André Fischer. Zum Abschied gab es Bilder von der Michaelskirche. Gradl, Renate [RGR]](https://www.onetz.de/f/ic/Detailed/articlemedia/2018/07/04/c8dd79f4-e73d-4142-9178-a4e40b155048.jpg)
![Pfarrer Dr. André Fischer segnet Barbara Hößl. Gradl, Renate [RGR]](https://www.onetz.de/f/ic/Detailed/articlemedia/2018/07/04/ead5e7e8-7d50-472d-87d8-3d83dd59acb8.jpg)
![Pfarrerin Anne Utz segnet Roswitha Schunk. Gradl, Renate [RGR]](https://www.onetz.de/f/ic/Detailed/articlemedia/2018/07/04/5032ffc9-e475-492d-a8dd-7f3f9366a9a8.jpg)












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