10.11.2020 - 13:13 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Soziale Kontakte fehlen, dafür profitieren Familie, Haustiere, Bewegung und Hobbies

In der momentanen Phase des Teil-Lockdowns wegen Corona müssen die Menschen auf vieles verzichten. Wie gestalten sie diese Zeit? Oberpfalz-Medien hat nachgefragt.

"Abstand halten", so lautet eine der Regeln zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus.
von Renate GradlProfil

Auf den Weg geschickt hat die Redaktion dazu ihre freie Mitarbeiterin Renate Gradl, die zugibt, dass sie in der Coronakrise eigentlich viel zu lange vor der Flimmerkiste sitze. Denn: "Die sozialen Kontakte und meine Arbeit als Berichterstatterin fehlen mir schon sehr. Es gab heuer so gut wie keine Jahreshauptversammlungen sowie ab März keine kulturellen Angebote wie Konzerte oder Theateraufführungen." Allerdings hat sie auch ein neues Hobby für sich entdeckt. Und was ihr positiv aufgefallen ist: "Die Leute sind in dieser schwierigen Zeit freundlicher geworden - natürlich nicht alle, aber immerhin einige. Auch die Kirchen sind ziemlich gefüllt, was vielleicht nicht nur am Abstand liegen mag."

Josef Schönberger

Josef Schönberger.

"Ich nehme die Zeit des Lockdowns her, um zu Hause zu renovieren und intensiv mit dem Hund spazieren zu gehen", verrät der 57-Jährige. "Ansonsten langweile ich mich. Es gibt kein Vereinsleben und kein Schießen", sagt der Vorsitzende der "Falkenhorst"-Schützen. "Die sozialen Kontakte fehlen mir", erklärt der Metzger und Gastwirt.

Dieter Hannemann

Dieter Hannemann.

Anders ist es bei Dieter Hannemann. "Ich lebe normal ohne Partys oder 'Ballermann'. Früher war ich immer auf der Kegelbahn anzutreffen. Jetzt nutze ich die Zeit, um mich viel in der Natur aufzuhalten", berichtet der 70-jährige Sportkegler.

Laila Sperber

Laila Sperber.

"Ich beschäftige mich viel mit den Tieren und verbringe mehr Zeit als sonst mit der Familie", meint Laila Sperber. "Das Angebot 'Essen to go' wird ebenfalls genutzt. Auch setze ich mich öfter hin, um ein schönes Buch zu lesen", verrät die 58-jährige Erzieherin.

Wilhelm Dumler

Wilhelm Dumler.

"Meine Frau und ich sind die meiste Zeit daheim", erklärt Wilhelm Dumler. "Wir gehen auch mal in den Garten oder machen einen Spaziergang. Ansonsten wird nur zum Doktor gefahren oder zum Einkaufen. Zuhause wird der Fernseher eingeschaltet", sagt der 81-jährige Rentner.

Renate Gradl

Renate Gradl.

"Auch ich gehe in Corona-Zeiten viel mehr spazieren als sonst", informiert die 60-Jährige. Und: "Heuer habe ich auch schon einige Brote verschiedenster Art selbst gebacken." Neu entdeckt hat sie für sich das Cookies-Backen: "Das kleine Backbuch und die spezielle Backmatte lagen zuvor unbeachtet im Küchenschrank."

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