Grafenwöhr
30.09.2025 - 12:13 Uhr
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Stadtkämmerin von Grafenwöhr ist zufrieden mit der Kassenlage

Während andere Städte Schulden machen müssen, um ihren Haushalt ausgeglichen gestalten zu können, freut sich die Grafenwöhrer Stadtkämmerin Elena Jakimenko gleich doppelt: Die Stadt braucht kein frisches Geld und hat auch noch Rücklagen.

Die Modernisierung der Verwaltungsgebäude in Grafenwöhr läuft aktuell. Allein im Jahr 2024 war dafür eine Million Euro im Haushalt eingeplant. Bild: sne
Die Modernisierung der Verwaltungsgebäude in Grafenwöhr läuft aktuell. Allein im Jahr 2024 war dafür eine Million Euro im Haushalt eingeplant.

Grafenwöhr investiert kräftig in Bauprojekte – dies wird aus dem Rechenschaftsbericht von Stadtkämmerin Elena Jakimenko über die Jahresrechnung 2024 im Stadtrat schnell klar. Über eine Million Euro wurden allein für die Modernisierung der Verwaltungsgebäude ausgegeben. Weitere wichtige Posten waren 670.000 Euro für die Neugestaltung der Eichendorffstraße, 450.000 für die Generalsanierung des Waldbads, 360.000 Euro für die Umgestaltung des Eingangs vom Museum, 260.000 Euro für die Querungshilfen am Fachmarktzentrum und 220.000 Euro für die Möblierung von Sitzungssaal und Fraktionszimmer im Rathaus.

Dennoch kann Jakimenko feststellen: "Die Kassenlage im Jahr 2024 kann als gut bezeichnet werden. Kassenkredite wurden nicht in Anspruch genommen." Grafenwöhr hatte eine Haushaltsrechnung von knapp 24 Millionen Euro, damit 1,8 Millionen Euro weniger als angesetzt. Dabei fiel der Verwaltungshaushalt sogar um knapp 1,7 Millionen Euro höher aus, als ursprünglich erwartet. Auf der anderen Seite war der Vermögenshaushalt, aus dem heraus investiert wird, um 3,45 Millionen Euro niedriger und betrug insgesamt 5,75 Millionen Euro.

Zuschüsse wurden nicht abgerufen

Das liegt laut Kämmerin Elena Jakimenko vor allem daran, dass Zuschüsse nicht im Jahr 2024 abgerufen worden sind, weil sich der Baubeginn für Projekte verzögert hat oder Beschaffungen erst später getätigt wurden. Beispielsweise für die Verwaltungsgebäude in der Stadt, für das Digitalbudget Schule, den Anbau im Museum, die Generalsanierung des Freibads oder die Eichendorffstraße, erklärte Jakimenko die Differenz.

Erfreulich war nicht nur für die Stadtkämmerin, dass die Stadt Grafenwöhr ihre 2024 ihre Schulden reduzieren konnte. Lagen diese am Beginn des Jahres noch bei knapp über zwei Millionen Euro, konnten sie im Verlauf des Jahres 2024 auf 1,4 Millionen Euro reduziert werden. Neue Kredite mussten nicht aufgenommen werden. Gleichzeitig konnte die Rücklagenhöhe erhalten werden. Diese beträgt aktuell 3,6 Millionen Euro. Im ursprünglichen Ansatz war eine Entnahme von einer Million Euro geplant gewesen.

Am 8. März 2026 steht die Kommunalwahl an. Zum Wahlleiter hat der Gemeinderat Geschäftsleiter Lorenz Kraus und zu seiner Stellvertreterin die Leiterin des Bürgerbüros, Tanja Lauß, bestimmt.

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