26.05.2019 - 19:15 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtrat Grafenwöhr: Mehr Krippenplätze nötig

Trotz Geburtenrückgangs braucht die Stadt mehr Krippenplätze – das wird im Stadtrat deutlich. All diejenigen, die im Gemeindegebiet wohnen, haben auch einen Anspruch, betont der Bürgermeister. Eine mögliche Lösung zeichnet sich ab.

Im Kindergarten Kunterbunt soll eine weitere Kinderkrippengruppe bald eine Heimat finden.
von Stefan NeidlProfil

Die Anmeldungen für die Kinderkrippen übersteigen die vorhandenen Plätze, betonten die Leiterinnen der Kindertagesstätten St. Theresia und "Kunterbunt". 16 Kinder stünden derzeit im Gemeindegebiet auf einer Warteliste. In der evangelischen Tagesstätte "Kunterbunt" bestehe die Möglichkeit, einen Kindergartenraum umzuwandeln und eine weitere Gruppe für zwölf Kinder anzubieten. Dritter Bürgermeister Udo Greim (SPD), Vertrauensmann der evangelischen Kirchengemeinde, schätze die Kosten für den Umbau auf weniger als 10.000 Euro.

Thomas Schopf (Freie Wähler) fragte, ob es keine Möglichkeit gebe, die verbleibenden vier Kinder unterzubringen. Greim beruhigte, dass es sich dabei ohnehin nur um ein temporäres Problem handele, da im kommenden Jahr viele der Kinder in den Kindergarten wechselten und dadurch genügend Kapazitäten frei würden. Für den Übergangszeitraum akzeptierte der Stadtrat den Bedarf einer weiteren Gruppe. Die Stadt werde die Kosten entsprechend der geltenden Rechtslage "wie üblich" übernehmen.

Schopf hatte in diesem Zusammenhang die Herkunft der Kinder hinterfragt und wollte wissen, ob alle ihren Wohnsitz in Grafenwöhr hätten. Knobloch sagte, dass insbesondere in Hütten viele Amerikaner dabei seien, diese aber ebenfalls einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz hätten, solange sie im Gemeindegebiet wohnten. Unter dem Jahr werde kein Kind seinen Platz verlieren, betonte er. Grundsätzlich hätten Grafenwöhrer aber Vorrang.

Für die geplante Sanierung der Stadthalle vergab die Stadt die Elektroarbeiten an "EAS Systems" aus Neustadt/WN. Den Auftrag zum Installieren von Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen erteilte sie der Bietergemeinschaft Flessa/IB Pimmer aus Irchenrieth und Steinberg am See.

Der Regionalplan Oberpfalz-Nord wird fortgeschrieben. Dieser soll eine positive Entwicklung der sozialen und kulturellen Infrastruktur gewährleisten. Unter anderem umfasst der Plan die Schulen, was Thomas Weiß (SPD) zu der Frage führte, weshalb es in der Mittelschule, trotz Top-Ausstattung, seit Jahren keine "M-Klassen" mehr gebe. Knobloch zeigte sich überrascht und vermutete, dies könne mit den Anmeldezahlen für den Schulzweig zusammenhängen. Greim hingegen erklärte, dass solche Inklusionsschulen generell keine "M-Zweige" anböten. Knobloch bot an, den Schulleiter einzuladen und die Situation erklären zu lassen.

Die Kommandanten der Feuerwehren äußerten den Wunsch, die Fassung dahingehend zu ändern, dass ein zweiter Stellvertreter gewählt werden könne. Als Begründung nannten sie, dass die Aufgaben und Auflagen für die Feuerwehren immer größer würden und ihnen die Bürokratie zu schaffen mache. Das Gremium stimmte dem einstimmig zu.

Im Kulturausschuss stellte SPD-Stadtrat Timo Schön einen Antrag, um geeignete Standorte für den Bau eines Aussichtsturms auf dem Annaberg sowie anfallende Kosten prüfen zu lassen: "Viele Menschen haben mich angesprochen und die Idee gut geheißen", betonte er.

Des Weiteren diskutierte der Stadtrat darüber, die Mitte des Kreisverkehrs, der aktuell an der "Wache 6" gebaut werde, künstlerisch zu gestalten. Die Vorschläge reichten vom Stadtwappen über eine Skulptur des Wasserturms bis hin zu einer Elvis-Statue. Knobloch sagte, er wolle sich über bautechnische und rechtliche Möglichkeiten informieren.

Dieser Raum im Kindergarten Kunterbunt soll für die Kinderkrippe umgebaut werden.
In der Stadthalle wurden die Installationsarbeiten für Elektro-, Heizung-, Lüftung- und Sanitärtechnik vergeben.
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