29.05.2019 - 12:41 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Vernetzung mit "smarten" Tafeln

In den Schulen sollen die Tafeln "smart werden" und nicht grün bleiben. Damit Digitalisierung im Netzwerk Schule sicher werden kann, kamen Pädagogen zum Digitalen Schulentwicklungstag in Grafenwöhr zusammen.

Am Digitalen Schulentwicklungstag in Grafenwöhr nehmen (von links) Schulamtsdirektorin Elisabeth Junkawitsch, Schulamtsdirektorin Christine Söllner (Fachliche Leitung Schulamt Neustadt) , Schulamtsdirektor Rudolf Kunz (Fachliche Leitung Schulamt Tirschenreuth), Rektor Thomas Schmidt, (Grafenwöhr), Schulrätin Martina Puff (Schulamt Tirschenreuth), Abteilungsdirektor Thomas Unger (Regierung Oberpfalz) und leitender Regierungsschuldirektor Johann Hilburger teil.
von Renate GradlProfil

"Digitalisierung ist eine große und komplexe Aufgabe, so dass man sie am besten gemeinsam stemmt und auf mehrere Schultern und Köpfen verteilt. Deshalb haben die Schulämter Neustadt/WN, Weiden und Tirschenreuth schon vor einem Jahr beschlossen, kooperativ zu arbeiten", erklärte Schulamtsdirektorin Elisabeth Junkawitsch. Zusammen mit Schulrätin Martina Puff vom Schulamt Tirschenreuth hieß sie rund 250 Pädagogen und Gäste beim Digitalen Schulentwicklungstag "TABU" (Tablets und andere Anwendungen in Bildungszenarien des Unterrichts) in der Grafenwöhrer Grund- und Mittelschule willkommen. "Dieser Tag soll die Vernetzung digitaler und kooperativer Art voranbringen", war der Wunsch der Schulamtsdirektorin.

Junkawitsch bedankte sich im Vorfeld bei den Fachleuten und Referenten, besonders bei dem Hauptreferenten Professor Olaf-Axel Burow aus Kassel sowie beim Initiator der Kooperationsveranstaltung, Abteilungsdirektor Thomas Unger von der Regierung der Oberpfalz. "Bei den Veränderungen industrieller Revolution muss der Wahrheitsgehalt überprüft werden. Die Lehrer müssen nicht nur Moderator, sondern Mahner sein und die digitalen Herausforderungen zusammen angehen", meinte Unger. "Der digitale Zug fährt schon, und jeder muss seinen Teil dazu tun und die Kompetenz vermitteln", sagte Landrat Andreas Meier.

Burow referierte zum Thema "Schule digital - Wie geht das?" "Das Lernen verändert sich", sagte der Professor. Zwölf Jahre nach der Einführung des iPhones besitzen zweieinhalb Milliarden Menschen ein solches Gerät. Dabei würden immer mehr den Verstand ausschalten und von den Geräten abhängig werden. "Es gibt Chancen, aber auch Risiken bei der Generation Selfie, die im Durchschnitt fünf Stunden am Tag mit dem iPhone beschäftigt ist. Viele gehen nicht mehr außer Haus, denn mit Wlan ist man mit drei Klicks überall", berichtete der Referent. Dabei seien digital und analog keine Gegensätze. Die digitalen Medien einzusetzen, schaffe jedoch Zeit.

Burow gab auch Tipps zu Raumgestaltungen. Eine bessere Leistung kann bei einem positiven Design herauskommen. "Die Digitalisierung muss bessere Ergebnisse bringen und die Schule ist ein Ort, die Kompetenzen zu entwickeln und anzuwenden", erklärte Burow. In 13 verschiedenen Workshops konnten die Lehrer viel Wissenswertes mitnehmen. Unter anderen ging es um das iPad im Unterricht, Kunstunterricht mit digitalen Medien, Webtools und Apps zum Einsatz im integrativen Deutschunterricht und um den lernwirksamen Einsatz von Erklärvideos und weiteren digitalen Medien im Mathematikunterricht.

Rund 250 Pädagogen aus den verschiedenen Schulen kommen zum Digitalen Schulentwicklungstag in der Grafenwöhrer Grund- und Mittelschule zusammen.
Professor Olaf-Axel Burow referiert zum Thema "Schule digital - Wie geht das?"
Professor Olaf-Axel Burow referiert zum Thema "Schule digital - Wie geht das?"
Professor Olaf-Axel Burow referiert zum Thema "Schule digital - Wie geht das?"

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