Aktuell hat die Kälte Deutschland noch fest im Griff. Auch in Grafenwöhr braucht man gerade morgens eher noch die Winterjacke anstelle von Flip-Flops und Badeshorts. Aber dennoch hat Bürgermeister Edgar Knobloch nun eine wichtige Entscheidung für den Sommer getroffen: Das Waldbad öffnet am Donnerstag, 21. Mai.
Schon in der April-Sitzung des Stadtrats hatte sich Lisa Brandl (FWG) nach einem Eröffnungstermin für das Waldbad erkundigt. Knobloch machte damals klar, dass das Freibad theoretisch Anfang Mai eröffnen könnte. Nur wenn es nachts noch um die null Grad sei, benötige die Beheizung zu viel Energie, und es mache keinen Sinn. Nach einigen schönen Tagen herrschen aktuell die Eisheiligen über Deutschland.
Doch ab dem 21. Mai soll das Wetter passen. Wetterberichte sagen 18 bis 19 Grad bei leichter Bewölkung voraus. Doch in den folgenden Tagen steigen die Temperaturen auf über 20 Grad, und die Sonne wird sich mehr und mehr durchsetzen.
Davon profitieren auch die Kinder und Jugendlichen: Am Samstag, 23. Mai, beginnen die Pfingstferien und dauern bis Sonntag, 7. Juni. Zum Ferienbeginn steht dem Badespaß damit nichts entgegen.
Nach der großen Sanierung und Modernisierung des Waldbads von September 2024 bis Juli 2025 ist das Bad auf dem neuesten Stand der Technik – viel verändert hat sich also zum vergangenen Jahr nicht. Das fast 50 Jahre alte Fliesenbecken wurde durch modernen Edelstahl ersetzt. Das Gelände ist barrierefrei, die unhygienischen Durchschreitebecken mit stehendem Wasser sind entfallen. Auch das Umfeld und Teile der Sitz- beziehungsweise Liegegelegenheiten um das Becken wurden neu gestaltet. Schon im vergangenen Jahr wurde die Bepflanzung erneuert und soll dieses Jahr noch erweitert werden.
Mit der Sanierung erlosch auch der Bestandsschutz des Beckens: Kinderrutsche und Sprungtürme galten nach heutigen Standards nicht mehr als sicher. Darum wurden beide ersetzt. Anstelle des massiven Sprungturms mit drei Plattformen stehen nun drei kleinere Einzeltürme auf einem, drei und fünf Metern Höhe. Ein Aufreger einst im Stadtrat: Da die Kinderrutsche nicht ins Wasser glitt, sondern die Mädchen und Jungen an deren Ende aus einigen Zentimetern Höhe ins Wasser ploppten, galt sie als nicht verkehrssicher. Eine neue Rutsche musste her, auf der die Kinder ohne Kante ins Wasser schlittern.
Publikumsmagnet sind ohnehin die neuen großen Rutschen. Die breite Wellenrutsche und die Freefall-Rutsche kamen schon 2023 und sind seitdem die Lieblinge der Kinder.
Ein paar Neuerungen gibt es dann doch: Das Bad wurde einst 1978 eröffnet. Seitdem waren seine Besucher es gewohnt, die Zeit an der großen Uhr zentral im Gelände, beim Eingang zum Nichtschwimmerbereich, abzulesen. Doch nach der Sanierung war dort keine mehr, die Blicke wanderten gewohnheitsmäßig trotzdem an die Stelle. Nun wurde eine neue Uhr installiert. Und auch ein Rollstuhllift im Eingangsbereich wurde eingebaut, um die ersten Treppen zu überwinden. Danach helfen Rampen durchs Gelände.
Auch die Eintrittspreise sind neu: Diese steigen im Vergleich zum Vorjahr um etwa einen Euro. Für Kinder und Jugendliche betragen diese nun 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 4,50 Euro. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Ab 18.30 Uhr reduziert sich der Eintrittspreis um jeweils einen Euro. Auch die beliebten Zehner- und Jahreskarten sind wieder erhältlich.
Unverändert hingegen sind die Öffnungszeiten: Das Waldbad öffnet täglich von 9 bis 20 Uhr. Vom Stadtrat einst eingeführt und nun beibehalten: Dienstags und donnerstags verlängert sich der Badebetrieb bei gutem Wetter bis 20.30 Uhr.
Neben dem großen Schwimmbecken, dem Kinderbereich und den Wasserrutschen stehen auch Beachvolleyball, Tischtennis, Mini-Golf, Trampolinspringen und eine große Wiese für Fußball und Ähnliches zur Verfügung.
















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