Sie versammelten sich sowohl an der Wache 3, als auch am Tor 1. Die Demonstrationszüge bewegten sich danach in Richtung der Grafenwöhrer Stadthalle. Rund 250 zivile deutsche Beschäftigte der US-Armee aus den Werkstätten, dem Flugplatz und der Instandhaltung schlossen sich dem, von der Gewerkschaft Verdi organisierten, Warnstreik an. Bei den laufenden Tarifverhandlungen soll mehr herauskommen, als 1,4 Prozent.
"1,4 Prozent sind faktisch ein Reallohnverlust - das Angebot ist damit völlig unzureichend", erklärt Verdi Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner. "Die knapp 3000 Beschäftigten an den Truppenübungsplätzen in Vilseck, Hohenfels und Grafenwöhr haben mehr verdient", betonte Birner im Streiklokal. Seit 27. September wird über die Entgelte der Zivilbeschäftigten der US Truppenübungsplätze verhandelt.
Verdi fordert eine Erhöhung von sechs Prozent bei einer besonderen Stärkung der unteren Einkommen. Verdi organisiert die Zivilbeschäftigten der Truppenübungsplätze, deren Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern liegt. Derzeit gibt es bundesweit etwa 12 000 Zivilbeschäftigte, während es Anfang der 1990er noch etwa 120 000 waren. Auch der ehemalige langjährige Vorsitzende der Betriebsvertretung Klaus Lehl, der sich stets für die Belange der Beschäftigten und die Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzte, mischte sich unter die Streikenden und bedankte sich bei ihnen.

















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