Eine Art Garten Eden in der Dorfmitte

„Es ist ein attraktiver Platz in der Dorfmitte entstanden, der für das Ortsbild eine Bereicherung ist.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Hans Donko die Feier zur Einweihung der neu gestalteten Ortsmitte in Grötschenreuth.

Nicht fehlen durfte der symbolische Banddurchschnitt. Auf dem Bild (von links) Bauoberrat Horst Wiesinger (Amt für ländliche Entwicklung), Firmenchef Alexander Dumler, Bürgermeister Hans Donko, die Pfarrer Martin Besold und Christoph Zeh, Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn, Punzmann-Geschäftsführer Josef Roth und Stadtrat Rolf Hanauer.
von Jochen NeumannProfil

Wo früher das Gasthaus Weiß in Grötschenreuth war, ist eine neue Ortsmitte entstanden. Auf einer Fläche von gut 1300 Quadratmetern bildete sich eine Parkanlage mit Wegen und Sitzbänken sowie ein Parkplatz mit zwölf Stellplätzen. Nach der Fertigstellung wurde jetzt gefeiert. "Das wir heute hier stehen, hat sich vor wenigen Jahren wohl keiner so recht vorstellen können", stellte Bürgermeister Hans Donko in seiner Begrüßung fest.

"Ein attraktiver Platz in der Dorfmitte, der eine Bereicherung für Grötschenreuth ist", betonte Donko.Nach seinen Worten lade der Park zum Verweilen und Innehalten ein. Zudem liege die neue Anlage direkt am Fichtelnaab-Radweg, den dann viele Radler zum Ausruhen aufsuchen könnten. "Die Grötschenreuther können heute stolz auf das Geschaffene sein." Donko ging kurz auf die Geschichte des Platzes in der Dorfmitte ein, auf dem sich das Wirtshaus Weiß mit einer langen Tradition befand.

"Viele Ältere kennen dieses Gasthaus noch", merkte er an. Auch er persönlich habe noch gute Erinnerungen daran. "Denn in meiner Schulzeit fanden auch Bittgänge nach Grötschenreuth statt und da gab es immer einen weißen Leberkäs." Doch nachdem das Gebäude in seiner Bausubstanz in die Jahre gekommen sei und leer stand, habe nach Donko eine Sanierung keinen Wert mehr gehabt. "Deshalb war es sinnvoll, das Gebäude abzubrechen."

"Mein Dank gilt an dieser Stelle vor allem der bayerischen Staatsregierung, die das Programm Förderoffensive Nordostbayern auf den Weg gebracht hat, um Leerstände zu beseitigen", sagte Donko. "Das Anwesen Weiß war dafür prädestiniert." Mit dem Amt für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth wurde das Projekt ausgearbeitet. So konnte im Januar 2017 die Projektanmeldung ausgeführt werden.

Einen Dank sprach Donko der früheren Eigentümerin für die Zusammenarbeit beim Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Erbendorf im Oktober 2017 aus. Wie er weiter ausführte, erfolgte von März bis Mai vergangenen Jahres der Abriss durch die Firma Alexander Dumler. Als Planer der neu zu gestaltenden Ortsmitte konnte Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn gewonnen werden. "Heuer konnte im Mai nun die Anlage und Gestaltung durch die Firma Eduard Punzmann aus Windischeschenbach begonnen und abgeschlossen werden."

Der Bürgermeister ging auch auf die Kosten der Baumaßnahme ein. "Es war eine größere Hausnummer, die die Stadt zu stemmen hatte", stellte er fest. Denn die Gesamtkosten lagen bei 211 000 Euro, bei der sich das Amt für ländliche Entwicklung aus dem Fördertopf mit insgesamt 165 000 Euro beteiligte.

Einen besonderen Dank sprach Donko dem Stadtratsgremium sowie insbesondere Stadtrat Rolf Hanauer aus, der die Interessen Grötschenreuths immer vertrete. "Ein Dank gilt auch den Anliegern, die während der Baumaßnahme mit Staub und Lärm leben mussten." In seine Dankesworte schloss der Bürgermeister auch die Stadtverwaltung mit Geschäftsleiter Hubert Wojtenek und Bauamtsleiter Dieter Döppl ein. "Nicht zuletzt gilt unser Dank dem Amt für ländliche Entwicklung, das uns bei dem Vorhaben begleitete und die Finanzmittel zur Verfügung stellte."

"Ein Dankeschön, dass dieser Ort entstehen konnte." Damit leitete Pfarrer Martin Besold zur kirchlichen Segnung über. "Es ist die Mitte des Ortes, ein Platz der Begegnung." Pfarrer Christoph Zeh spannte eine Brücke aus dem Buch Mose mit dem Garten Eden zur neugeschaffenen Anlage. "In der Natur ändert sich alles, das ist auch bei den Menschen so", stellte Zeh zum Verlust des Wirtshauses fest.

"Aber Veränderungen begleiten uns und so ist an dieser Stelle etwas Neues geworden. Wir sollen gestalten, was Gott uns geschenkt hat", sagte Pfarrer Zeh. "Wir müssen aber darauf achten, dass wir mit der Natur rücksichtsvoll umgehen und so dann ein bisschen vom Garten Eden bei uns sichtbar wird."

Nicht fehlen durfte der symbolische Banddurchschnitt. Auf dem Bild (von links) Bauoberrat Horst Wiesinger (Amt für ländliche Entwicklung), Firmenchef Alexander Dumler, Bürgermeister Hans Donko, die Pfarrer Martin Besold und Christoph Zeh, Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn, Punzmann-Geschäftsführer Josef Roth und Stadtrat Rolf Hanauer.
In einer Feierstunde wurde die neugestaltete Dorfmitte in Grötschenreuth ihrer Bestimmung übergeben. Am Rednerpult (links) Bürgermeister Hans Donko.
(von links) Pfarrer Martin Besold und Pfarrer Christoph Zeh bei der Segnung der Anlage.
Am Rednerpult Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn. Mit auf dem Bild (von rechts) Bürgermeister Hans Donko und Horst Wiesinger vom Amt für ländliche Entwicklung.

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