"Volkstrauertag betrifft uns immer noch"

„Der Volkstrauertag ist so aktuell wie eh und je.“ Das betonte Feuerwehrvorsitzender Klaus Hanauer beim Volkstrauertag am Kriegerdenkmal an der Fichtelnaabbrücke in Grötschenreuth.

Am Kriegerdenkmal legten Feuerwehrvorsitzender Klaus Hanauer und Bürgermeister Hans Donko einen Kranz nieder. Mit auf dem Bild die stellvertretende Kommandantin Julia Götzl (links).
von Jochen NeumannProfil

Mit einem Rosenkranzgebet in der Kapelle zu unserer Lieben Frau am Drahthammer und einem Fackelzug zum Kriegerdenkmal begann das Gedenken, das Hanauer in Worte fasste.

"Manche sagen heute, die Zeiten kommen nicht wieder, die Kriege sind vergessen", sagte Hanauer. Vielmehr werde auf die jüngere Geschichte Wert gelegt. Dabei nannte der Vorsitzende den Mauerfall vor 30 Jahren.

"Doch der Volkstrauertag betrifft uns immer noch", stellte er fest. Er nannte die neuen Bedrohungen im Nahen Osten, in Syrien sowie das "schwächelnde" Europa und das Erstarken von Rechtsradikalismus, Nationalismus und Populismus in Deutschland. Der Volkstrauertag sei immer noch so aktuell wie eh und je.

Bürgermeister Hans Donko erinnerte ebenfalls auf den Mauerfall vor 30 Jahren und rief die aktuelle politische Entwicklung ins Gedächtnis. Dabei hob er die Wichtigkeit des Friedens hervor. "Der Friede beginnt in der kleinsten Zelle, in der Familie", stellte er abschließend fest.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Parksteiner Bläsern. Ein Dank des Bürgermeisters galt der Soldaten- und Reservistenkameradschaft für die Fahnenabordnung sowie der Grötschenreuther Feuerwehr unter dem Kommando der zweiten Kommandantin Julia Götzl.

 

 

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