Rasante Jagd nach Höhepunkten

Die Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Knappnesia ist jedes Jahr ein Großereignis. Auch dieses Jahr war der Wagnersaal ausverkauft. Tänze, Sketche und Büttenreden hagelte es Schlag auf Schlag.

Die Garde der FG Knappnesia in Höchstform.
von Redaktion ONETZProfil

Christian Kellner, der Präsident der Knappnesianer, freute sich über zahlreiche Ehrensenatoren. Vom Patenverein Blau-Rot-Unterasbach waren Präsident Peter Seitz und die Vorsitzende Andrea Teichmann mit einer Abordnung nach Großenfalz gekommen. Vor 60 Jahren hatte Blau-Rot wie eine Hebamme bei der Geburt der Knappnesia mitgeholfen. Die Happurger Faschingsfreunde waren mit Präsidenten Horst Paulus, dem Prinzenpaar Melli I. und Holger I. und der Chaos-Crew angereist.

Prunksitzung, das war der Teufel neben dem Cowgirl, das war vollendeter Steampunk neben der Polizei. Wunderschöne Masken dominierten den Raum, der mit dem Einmarsch der Faschingsgesellschaft schon zu Beginn einen ersten Höhepunkt erlebte. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Bambinigarde, Kindergarde, Funkenmariechen Amelie Gross und Jugendgarde zeigten ihre Tänze. Vor der ersten Pause besetzte noch die Happurger Chaos Crew die Fläche. Ein Männerschnupfen und dessen Folgen sind gar fürchterlich, wenn man ihn nicht mit intravenös verabreichtem Bier rechtzeitig wieder heilen kann.

Die Kindergarde begeisterte mit ihrem Showtanz „Unter dem Meer“, die Jugendgarde tanzte durch den Dschungel und nach dem Gardetanz der Prinzengarde räumte das Männerballett Putzschwestern wieder auf. Mit Zugabe natürlich.

Salto- und Wickelfiguren

Der Name Quick-Feet des Rock´n Roll und Boogie Woogie Clubs aus Amberg ist im Tanz Programm. Kaum wahrzunehmen, wie schnell die Kicks ausgeführt wurden. Drei Paare zeigten eine Show der Superlative mit dynamischen Salto- und spektakulären Wickelfiguren, dass den Zuschauern der Atem stockte.

Schon in der darauffolgenden Pause konnte man muskelbepackte Wikinger durch den Saal schleichen sehen. Dann stürmten bei stampfender Musik die rauen Gesellen vom Männerballett „Feucht Fröhlich“ den Saal. Der kleine Wiki war der große Held, als die Männer ihn bei einem Raubzug einfach über die Befestigung eines Dorfes warfen und er das Tor öffnete. So war die Show der Wikinger von akrobatischen Hebe- und Wurffiguren durchzogen. Die beeindruckende dreistöckige Menschenpyramide reichte bis an die Saaldecke.

Das Prinzenpaar mit närrischer Unterstützung.

Sven Bach ist fränkischer Kabarettist und Mundartsänger. Die närrische Weinprobe im Fernsehen ist sein Metier genau wie die bekannten Faschingsveranstaltungen in Franken. Im Wagnersaal hatte es ihm das Thema Einschulung angetan. „Ja, heute ist so eine Einschulung ein Event, zu dem ganze Busse von Verwandten gekarrt werden. Nur der Eingeschulte ist fehl am Platz, weil wegen dem Jugendschutz kein Prosecco ausgeschenkt werden darf.“ Sven Bach hielt der Gesellschaft einen Spiegel vor und erntete dafür viel Applaus und die Aufforderung zu einer Zugabe.

Eine kurze Verschnaufpause folgte, um Vorbereitungen für die Jubiläums-Galashow zu treffen. Rund 30 Minuten dauerte ein faszinierendes Potpourri unterschiedlicher Themen und Tanzstile. Viel zu schnell verging die Zeit, so dass die Rufe nach einer Zugabe nicht unbeantwortet blieben. Der Dank des Knappnesia-Vorsitzenden galt anschließend allen Aktiven, die so einen Event überhaupt erst möglich machen. Und die Wikinger hatten sich zwischenzeitlich wieder umgezogen.

Die Wikinger greifen an.
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