90 Jahre Kriegerverein

Der Veteranen- und Kriegerverein Großenschwand wurde am 5. Februar 1928 gegründet. Am Sonntag, 16. September, feiert die Gemeinschaft 90-jähriges Bestehen mit einer Ehrung am Kriegerdenkmal und einem gemütlichen Beisammensein.

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Großenschwand feiert am Sonntag ihr 90-jähriges Bestehen.Das Foto zeigt Fahnenbraut Barbara Schönberger, Festmädchen und Mitglieder des Festausschusses.
von Erich SpickenreitherProfil

1929 kostete die neue Vereinsfahne 880 Mark, 18 Bänder mit Festabzeichen 80 Mark. In einem großen Rahmen wurde die Fahne am 1. Juni 1930 von Pfarrer Neumann aus Tännesberg gesegnet. Dazu gehörte am Vorabend ein Zapfenstreich. Als Patenverein konnte der Kriegerverein Kleinschwand gewonnen werden.

Ein großer Verlust in der 90-jährigen Vereinsgeschichte war der Tod von Johann Hammer im Alter von 69 Jahren am 16. Dezember 1958, des Gründungsvorsitzenden und Mitbegründers nach dem Krieg. In der Folgezeit übernahmen im Verein Verantwortung die Vorsitzenden Georg Hammer (1959 bis 1962, Michael Wurzer (1962 bis 1970), Josef Schönberger (1970 bis 1986), Eduard Kick (1986 bis 2013) und nach einer Ruhezeit seit 2016 Hubert Schönberger.

Mit dem Gedanken, den Verein aufzulösen und sich dem Kriegerverein Tännesberg anzuschließen, befasste man sich 1978. In der folgenden Jahreshauptversamlung wurde aber das alles wieder verworfen. Im Jahr darauf ging man an die Restaurierung der Vereinsfahne an, die am 3. August 1980 gesegnet wurde. Von 8 Reservisten unter den etwas mehr als 25 Mitgliedern kann der Verein seit der Abschaffung der Wehrpflicht nur noch träumen. Nachteilig wirkt sich das auf das Vereinsleben aus. Hubert Schönberger ist es zu verdanken, dass der Verein nach einer ruhigen Zeit weiterhin besteht.

Seit 2016 steht er an der Spitze und hatte 2017 die Restaurierung des Kriegedenkmals, erbaut 1998 unter dem damaligen Vorsitzenden Eduard Kick, mit seiner Führungsriege in die Hand genommen. Alle erinnern sich noch gut an die Segnung am 17. September 2017 durch Pfarrer Wilhelm Bauer, für den das Mal ein Zeichen der Erinnerung ist. "Die Gefallenen haben es verdient, ihrer zu gedenken", mahnte damals Kreisvorsitzender Berger. Die Feierlichkeiten am Sonntag beginnen deshalb dort mit dem Totengedenken durch Diakon Norbert Hammerl.

Um 13.30 Uhr ist Aufstellung der Vereine und Gäste am Ortseingang, danach Marsch mit der Musikkapelle Gleiritsch unter Leitung von Paul Braun zum Kriegerdenkmal. Es schließt sich ein gemütliches Beisammensein mit der Musikkapelle im Anwesen Zitzmann an. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

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