Für Frieden und Freiheit einsetzen

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Großenschwand feiert am Sonntag 90-jähriges Jubiläum. Gedenken und Rückschau bilden die Höhepunkte.

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Großenschwand feiert 90-jähriges Bestehen. Die Totenehrung hält am Kriegerdenkmal vor der Kapelle Diakon Norbert Hammerl (links, rechts von ihm Mitglieder des Jubelvereins) und Ehrenkreisvorsitzender Dieter Mirus (rechts).
von Erich SpickenreitherProfil

Mehrere Kameradschaften sowie Vereine aus der Markt- und Pfarrgemeinde Tännesberg waren mit ihren Fahnen kurz nach 13 Uhr nach Großenschwand gekommen und marschierten zu den Klängen der Musikkapelle Gleiritsch unter Leitung von Paul Braun vom Ortseingang zum Kriegerdenkmal, um das sich die Familie Götz kümmert. Für die Totenehrung waren die Deutschland- und Bayernfahne aufgezogen.

Mit einem Choral der Musikkapelle begann die Feierstunde mit Diakon Norbert Hammerl. Vorsitzender Hubert Schönberger trug die Lesung vor. Für die Fürbitten war Vorstandsmitglied Hubert Liebl eingeteilt.

Etwas in jüngere Hände zu übergeben, sei durchaus nicht immer leicht, sei bestimmt auch so in der 90-jährigen Vereinsgeschichte des Kriegervereins gewesen. Wichtig sei es deshalb, sich für Frieden und Freiheit einzusetzen. Für Diakon Norbert Hammerl ist daher eine Soldaten- und Reservistenklameradschaft ein wichtiger Träger, das Sicherheitsinteresse zu erhalten und das Sicherheitsbewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen. Jeder Dienst an den Menschen sei ein gelebter Gottesdienst. Im Schlussgebet hieß es an einer Stelle, dass das Miteinander mehr wert sei als der Sieg übereinander.

Nach dem Aufruf von Hubert Schönberger "Senkt die Fahnen" intonierten die Musikanten die Bayern- und Deutschlandhymne. Der Vorsitzende bedankte sich bei Hammerl, bei allen Vereinen und Helfern, vor allem bei Johannes und Tanja Zitzmann für das Überlassen der Räumlichkeiten und begrüßte die Bürgermeister Max Völkl und Hans-Peter Klünner, Kreisvorsitzenden Richad Berger und Ehrenkreisvorsitzenden Dieter Mirus, ehe er einen kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte gab. "Unser Verein mit seinen 22 Mitgliedern will die Tradition aufrecht erhalten. Am Beispiel der Restaurierung des Kriegerdenkmals mit Segnung im Jahr 2017 zeigten wir, dass wir auch als kleiner Verein etwas Großes leisten können."

Wenn Krieger- und Soldatenvereine Tradition hochhalten und Gedenken pflegen, habe das nichts mit einem rechten Brauchtum zu tun, wehrte sich Kreisvorsitzender Berger entschieden dagegen. Er dankte vor allem Hubert Schönberger mit seiner Vorstandschaft, das bürgerliche Brauchtum 2016 wieder aktiviert zu haben. Allen wünschte er "In Treue fest."

Nach Abschaffung der Wehrpflicht hätten es die Soldaten- und Reservistenkameradschaften heute nicht leicht, die Tradition aufrecht zu erhalten", betonte Bürgermeister Max Völkl. Das Gedenken an die Gefallenen setze ein ehrenamtliches Engagement voraus. Deshalb gebühre der Dank der Kameradschaft Großenschwand. Mit seiner Geldspende brachte das Völkl zum Ausdruck.

Im Anwesen Zitzmann hatten dann alle Grund zum Feiern. Und das können die Großenschwandner mit einem reichhaltigen Kuchenbüfett, Spezialitäten vom Grill und einer zünftiger Musik.

Dem Kirchenzug schließen sich nach dem Jubelverein auch Vereine mit ihren Fahnen an.
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