Landwirt dankt für beherzten Feuerwehreinsatz

Nur ein Kälbchen braucht bisher eine tierärztliche Behandlung, ansonsten geht es allen Tieren des Brandleiders gut. Sie haben den Futterlagerbrand ohne Beeinträchtigung überstanden. Darüber ist der Landwirt am meisten froh.

Die Kühe sind bereits wieder an ihrem angestammten Platz im Stall zurückgekehrt. Sie hatten sich während des Feuers in den hinteren Stallteil verzogen. Am Dach sieht man die Beschädigungen.
von Elisabeth DobmayerProfil

Zwei Tage nach dem Futterlagerbrand auf einem landwirtschaftlichen Betriebsgelände herrscht beim Brandleider sichtbare Erleichterung darüber, dass bei dem Feuer weder Mensch noch Tier zu schaden kam. Einzig ein Kälbchen brauchte tierärztliche Behandlung wegen Atemwegsbeschwerden. „Vermutlich hatte das Jungtier doch etwas Rauch erwischt oder wurde durch den Drucklüftereinsatz der Feuerwehr beeinträchtigt“, vermutet der Juniorchef, der am Montag noch sichtlich bewegt über den schnellen Rettungseinsatz auf seinem Hof ist.

„Weil die Großenschwander Ortsfeuerwehr so schnell handelte und gleich einsatzbereit zugegen war, konnte ein Großfeuer abgewendet werden“, bedankt sich der Brandleider bei seinen Dorfkameraden. Doch auch allen anderen Helfern aus der Region spricht er ein großes Lob und seinen Dank für das umsichtige Handeln beim Einsatz aus. In dem Stallanbau befand sich lediglich der wöchentliche Futtervorrat. Verbrannt sind acht Großquaderstroh- und Heuballen. Diese werden bei der täglichen Fütterung mit dem Futtermischfahrzeug mit der Silage vermengt und als tägliche Ration zu den Tieren in den Stall gebracht. Vom Stallgebäude selbst, das in Stahlkonstruktion errichtet wurde, erwischte es den Holzgiebelverschlag und die Stahlträger, die teilweise ausglühten. Inwieweit diese geschädigt sind und ausgewechselt werden müssen, wird ein Sachverständiger beurteilen, informierte der Landwirt.

300.000 Euro Schaden: Futterlager brennt aus

Großenschwand bei Tännesberg

Daneben wurde auch das Trapezblech der Stalleindeckung im näheren Umfeld der Brandquelle stark beschädigt sowie die Plastikfirsthauben-Dachentlüftung fast vollständig vernichtet. Schwierigkeiten bereitete den Feuerwehren der relativ starke Wind, der am Samstag über Großenschwand herrschte und der zusätzlich das Feuer und den Rauch in Richtung Stallinneres führte. Der tägliche landwirtschaftliche Betriebsablauf konnte trotz des Brandereignisses ohne Probleme weitergeführt werden. Die genaue Schadenshöhe müsse erst noch im Laufe der Sachverständigenermittlungen festgestellt werden. Entscheidend dafür ist, ob einzelne Stahlträger des Hauptgebäudes gewechselt werden müssen. Wegen des vernichteten Futtervorrats kommt der Brandleider keinesfalls in Schwierigkeiten für seine Tiere die Nahrungskette sicherzustellen. Viele Schaulustige reisten am Sonntag im Rahmen eines Ausflugs nach Großenschwand, um ihre Neugierde zu stillen.

Ein Sachverständiger muss nun unter anderem prüfen, inwieweit die Stahlkonstruktion des Hauptgebäudes durch den Brand geschädigt wurde.
Bis ein Sachverständiger vor Ort war, muss das abgebrannte Futtermittellager stehen bleiben.
Vermutlich ging das Feuer von einem Funkenflug des selbstfahrenden Futtermischfahrzeugs aus, das zu dieser Zeit in Betrieb war.
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