01.08.2019 - 14:24 Uhr
Großkonreuth bei MähringOberpfalz

Bedenken wegen Wasserlauf

Nicht nur die schwül-warme Luft ließ die Gemeinderäte schwitzen – auch der Gesprächsstoff sorgte für Diskussionen. Thema war die Neugestaltung des Dorfangers in Großkonreuth.

Die Mitglieder des Marktgemeinderats und Bürgermeister Josef Schmidkonz (Mitte) diskutieren mit Landschaftsarchitektin Gisela Fanck-Reiter (Zweite von links) über die Gestaltung der Dorfmitte.
von Redaktion ONETZProfil

Landschaftsarchitektin, Gisela Fanck-Reiter präsentierte am Montagabend im Marktrat die überarbeiteten Pläne. Bereits 2018 hatte sich das Gremium mit der Gestaltung einer "attraktiven Dorfmitte" auseinandergesetzt. In einer kürzlich abgehaltenen Sondersitzung hatten zudem die Räte mit Planer Peter Hilgarth über den Grundriss der "Dorfmitte für Feste, Vereine und Kinder" gesprochen.

Scheune und Backofen

Dass so eine Planung nicht immer ganz reibungslos verläuft, zeigte sich am Montag. Zwar waren sich die Beteiligten einig, dass die Vereinsscheune gebaut werden soll. Dort soll auch ein Backofen im Außenbereich errichtet werden. Bei der Diskussion um die Gestaltung des Bereichs bei der Wondreb gab es allerdings noch Unstimmigkeiten. Es ist geplant, dort eine Kneippanlage und ein Wasserrad zu installieren, so Fanck-Reiter. Es solle ein "Naturerlebnisbereich Wondreb" entstehen, der für die Kinder Wasserspielorte biete, erklärte die Landschaftsarchitektin.

Mit Blick auf einen Wasserlauf, der als Spielareal für Kinder gedacht ist, verwies ein Sitzungsteilnehmer, dass die Sicherheit der Kinder in Bezug auf das Wasser in jedem Fall berücksichtigt werden müsse. Vor allem in Zeiten mit hohen Wasserständen sei ein Spielbereich nahe des Flusses nicht unbedenklich.

Zwar sei es schade, dass die Wasserstelle keinen Zuspruch finde, so Fanck-Reiter, jedoch möchte sie bei der Planung der Spielgeräte für den geplanten Spielplatz "tolle Spielgeräte" auswählen, so dass auch die Kleinen voll auf ihre Kosten kommen. Auch Parkplätze sollen geschaffen werden, um es den Eltern zu ermöglichen, ihre Fahrzeuge nahe dem Spielbereich abzustellen.

Wie es mit dem Wirtsbauern-Anwesen weitergeht, dessen Abbruch geplant ist, konnte der Marktrat noch nicht klären. Es hänge von dem noch ausstehenden Ergebnis der Machbarkeitsstudie des Dorfladens ab, erklärte Bürgermeister Josef Schmidkonz. Bis zum Eintreffen des Ergebnisses seien die Pläne für das Anwesen zunächst auf Eis gelegt. Nachdem in der Sitzung einige Änderungswünsche bezüglich der Gebäudeanordnungen im Grundriss "Dorfmitte" geäußert wurden, setzte der Rathauschef einen Folgetermin mit Planer Peter Hilgarth an, da dieser bei der Montagabend-Sitzung nicht dabei sein konnte. Ende August soll es dann einen gemeinsamen Termin mit allen Beteiligten geben, um die Planungen final zu besprechen. Im September soll beim Amt für ländliche Entwicklung der Antrag zur Dorfmitte eingereicht werden, so Schmidkonz.

Vereine mit einbeziehen

"Wir möchten es schön machen, deshalb möchten wir es gemeinsam besprechen, um Konsens herzustellen", stimmte auch Gisela Fanck-Reiter dem Termin zu. Abschließend betonte die Architektin, dass das Projekt "attraktive Dorfmitte" eine schöne Aktion sei, die Dorfgemeinschaft zu stärken.

Sie sprach auch davon, dass einige Arbeiten durch die Unterstützung der ortsansässigen Vereine selbst durchgeführt werden können. Diese würden ebenfalls zu einem positiven Gemeinschaftsgefühl beitragen. Auch die Bürger, die zur Sitzung gekommen waren, sprachen im Anschluss daran der Architektin ihre Bereitschaft zur Mithilfe bei den anfallenden Arbeiten aus.

Das Vereinsgebäude mit Backofen soll einmal so aussehen.
Der ursprüngliche Plan für die "Dorfmitte für Feste, Vereine und Kinder". Nun soll er noch einmal geändert werden.
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