Mehrheitlich, mit 8:4 Stimmen, stimmte der Mähringer Marktgemeinderat der Durchführung des „Innen statt außen“-Projektes „Sanierung eines ehemaligen Raiffeisengebäudes für die Dorfgemeinschaft in Griesbach“ zu. Dagegen waren Walter Frank, Siegfried Scharnagl, Wolfgang Meisl und Manfred Fehr. Matthias Scharnagl (alle Freie Wähler) fehlte entschuldigt.
Gesamtkosten 500 000 Euro
Damit kann mit der Revitalisierung dieses Gebäudes auf dem ehemaligen Raiffeisenareal begonnen. Es soll ein Haus der Griesbacher Vereine entstehen, so unter anderem eine Raum für die Griesbacher Bogenschützen. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz fördert dieses Projekt mit insgesamt 470.000 Euro, dies wurde schon in einer Pressemitteilung am 15. Dezember vergangenen Jahres mitgeteilt. Rechts von diesem Gebäude wird das neue Feuerwehrhaus entstehen, das mit dieser Förderung jedoch nichts zu tun hat. Jedoch ist Bedingung, dass die Außenfassade und das Dach bei beiden Gebäude einheitlich ist.
Planung seit über drei Jahren
In einer Pressemitteilung teilte die ALE mit, dass der Markt Mähring im Rahmen der Dorferneuerung Griesbach 2 beabsichtige, das ehemalige Silogebäude in Griesbach umzubauen und für die Dorfgemeinschaft nutzbar zu machen. Geplant ist, dass das Gebäude bis zur Oberkante des Erdgeschosses abgerissen und ein neues Obergeschoss in Holz-Rahmenbauweise aufgebaut wird. Im Erdgeschoss sollen Lagerräume und eine Werkstatt für die Vereine entstehen. Das offene Dachgeschoss kann von den Vereinen für deren vielfältige Aktivitäten, etwas das Bogenschießen, genutzt werden
In der Pressemitteilung des ALE heißt es weiter, „mit der Förderinitiative „Innen statt außen“ unterstützt das ALE Oberpfalz ländliche Kommunen dabei, leerstehende Gebäude wieder mit dörflichem Leben zu füllen. Daher gelte in der Dorferneuerung der Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. So sollte sowohl unter ökonomischen, bauästhetischen, sozialen als auch aus boden- und landschaftschaftsschützenden Aspekten die Revitalisierung leerstehender Gebäude, die bauliche Nutzung von innerörtlichen Brachflächen und der weitgehende Verzicht auf die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete für die Gemeinden oberste Priorität haben, heißt es in der Pressemitteilung.
Besonderer Handlungsbedarf
Breitbandberater Walter Huber stellte in der vergangenen Sitzung des Mähringer Marktrats das Ergebnis der Markterkundung vor. Huber verwies darauf, dass für Mähring ein besonderer Handlungsbedarf in Sachen Breitband-Ausbau bestehe, deshalb gebe es eine Förderung von bis zu 90 Prozent. Hubers Empfehlung an den Marktrat war: „Warten Sie bitte das neue Bundesförderprogramm ab, das wohl in rund vier Wochen kommen wird.“ Zwar erfordere das Bundesförderprogramm wesentlich mehr an Aufwand, positiv sei aber, dass bei diesem Förderprogramm alles ausgebaut werden dürfe. Deshalb wurde der Beschluss zu diesem Punkt vertagt. Der Breitbandberater wird in einer der nächsten Sitzungen auf den neuen Sachstand eingehen, sagte Bürgermeister Franz Schöner.
Zurückgestellt wurden ferner das Abwasserkonzept und der Maßnahmenkatalog für das Gewässer III. Ordnung, man warte noch auf mehr Infos von den Fachstellen. Dies gilt auch bei der Festlegung der Freiflächenphotovoltaikanlagen. Bürgermeister Franz Schöner wies darauf hin, dass es zu diesem Thema schon mehrere Anfragen und Anträge gebe.
Flächen für Windkraft
Einstimmig genehmigte der Marktrat Mähring in seiner vergangenen Sitzung Standorte für Flächen für Windenergieanlagen. Dem regionalen Planungsverband will die Gemeinde Flächen bei Asch und bei der St.-Niklas-Kirche melden. Insgesamt ist sind die beiden Areale zwischen 250 und 270 Hektar groß. Damit werde man die 1,8 Prozent an Flächen weit übertreffen, sagte Bürgermeister Franz Schöner. „Wichtig ist, dass wir weiterhin die Planungshoheit haben“, ergänzte er.














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