(ubb) Die erste weibliche Präsidentin gab am Freitag ihr Zepter ab. Nach der Premiere ist vor der Premiere: Uschi Huber war die erste Frau, die den Rotary Club Stiftland führte. Und auch der neue Präsident ist in der 25-jährigen Club-Geschichte einmalig. Mit Jeff Beer wurde die jeweils einjährige Präsidentschaft an einen Künstler weitergereicht.
Seine Vorgängerin ging mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Viel Wehmut schwang in ihrer Abschiedsrede mit. Uschi Huber hat das Regiment bei den Rotariern leidenschaftlich und gerne geführt. Bei einem schönen Fest auf dem bäuerlichen Anwesen Beers in Gumpen ließ sie ihre Präsidentschaft ab Juli 2017 deshalb sehr emotional Revue passieren. Besonders freute sich Uschi Huber, dass die Rotarier das ganze Jahr die Burg Falkenberg als Clublokal nutzen durften.
Als eines der Highlights stellte die „First Lady“ unter anderem das internationale Treffen ICM auf der Burg sowie das Fest zum 25. Geburtstag des Clubs heraus. Mit Erzählungen aus den Anfängen durch Gründungspräsident Wolfgang Ries sei das Jubiläum zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden.
Uschi Huber bedankte sich bei vielen Mitgliedern mit einem „Charakterherz“ für die Mithilfe bei der Organisation der Veranstaltungen und Treffen mit den Nachbar-Clubs, unter anderem aus Tschechien und Österreich. Christian Schönberger bekam für seine Stütze als Sekretär ein besonderes Geschenk: Uschi Huber überreichte ihm einen 100 Jahre alten Whiskey. Die ausscheidende Präsidentin lobte zum Abschluss besonders das seit 2001 bestehende, größte Rotary-Club-Projekt, die Äthiopien-Hilfe für Blinde. „Ihr habt dort Unglaubliches geleistet und damit den Ruf unseres Clubs weit über die Grenzen der Heimat hinausgetragen“, so Huber.
Viel kürzer fiel die Antrittsrede von Jeff Beer aus, der sichtlich gerührt über die feierliche Einführung in sein Amt als Präsident fast ein wenig sprachlos wurde. Beer verwies auf seinen Auftrag als Künstler, der kreativ spontan geprägt sei. Fertige Projekte wolle er deshalb heute noch nicht vorstellen. Ihm sei es aber ein großes Anliegen, die Präsidentschaft für die Kunstförderung von Kindern und Jugendlichen zu nutzen. Hier sehe er großen Bedarf.
Gerne folgten ihm danach die Rotarier in sein Atelier, das nach langer Bauzeit just an diesem Tag fertig geworden war. Damit bekamen die Clubmitglieder an diesem langen Abend einen Einblick ins Leben eines Künstlers, dessen Handschrift gewiss den Club ebenso wie Uschi Hubers weibliche Note prägen wird.
Gumpen bei Falkenberg
24.06.2018 - 10:19 Uhr
Rotary Club für ein Jahr in Künstlerhand

Im neu eröffneten Atelier von Jeff Beer stellten sich die Rotary-Vorstandschaft am Ende des öffentlichen Teils der Veranstaltung zu einem Erinnerungsfoto: (vorne v. li.) Alfred Lauterbach, Thomas Franz , Dr. Elvira Leonhardt-Heinrich, Uschi Huber, Jeff Beer, Hans-Jörg Schön und der Gründervater Dr. Wolfgang Ries (hinten v. li.): Richard Pappenberger, Wolfgang Gropengiesser, Dr. Bertold von Lindenfels, Klaus Kupke, Christian Schönberger,Peter Andritzky und Hubert Rustler
ubb
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