An den friedlichen Fall der Mauer mit der Wiedervereinigung Deutschlands, an die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland ebenso wie an die Berliner Luftbrücke 1948/1949 als kraftvolles Zeichen des Wirkens für den Frieden erinnerte Josef Lehner, der Vorsitzende der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SKK) Gunzendorf, in seiner Festrede beim Kommersabend zum 100-jährigen Gründungsjubiläum.
Verdiente Nichtmitglieder
Zum Höhepunkt, den Ehrungen, traten Vorsitzender Lehner und sein Stellvertreter Peter Dimler, Bürgermeister Joachim Neuß und stellvertretender Landrat Martin Weiß, der BSB-Bezirksvorsitzende Horst Embacher und der BSB-Kreisvorsitzende Richard Hofmann in Aktion. Die Verdienstnadel mit dem goldenen Eichenkreuz für Nichtmitglieder erhielten Else Buchfelder in Abwesenheit für ihre Berichterstattung in den Tageszeitungen und die Recherchen zur Vereinschronik. Mit der selben Auszeichnung honorierte die SKK den Einsatz von Maria Hörl und Gisela Brunhuber bei der Pflege des Kriegerdenkmals.
Die Treuenadel mit Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Günther Götz, Georg Lindner, Gerhard Lautenschlager und Hermann Rupprecht. Für 25 Jahre Zugehörigkeit und 25-jährige Vorstandstätigkeit erhielt Johann Krieger die Treuenadel mit Ehrenkreuz. 40 Jahre Mitgliedschaft und 25 Jahre Vorstandstätigkeit waren es bei Richard Götz und Reinhard Frank sowie jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft und Vorstandstätigkeit bei Erwin Schäffner.
Das Ehrenkreuz für 30 Jahre Vorstand erhielten Peter Dimler und Michael Kiefer. Mehr als 40 Jahre Treue dankte der Verein Erich Speckner, der von 1982 bis 1984 Zweiter Vorsitzender war und insgesamt sieben Jahre in der Führung mitarbeitete. Otto Aron und Josef Rieger erhielten die Treuenadel mit Ehrenkreuz für 50-jährige Mitgliedschaft und 40 Jahre im Vorstand. Für seinen langjährigen Dienst als Fahnenträger und Beisitzer erhielt Erich Kormann 40 das BSB Verdienstkreuz II.
Seit 2000 an der Spitze
Der stellvertretende Vorsitzende Peter Dimler hielt eine Laudatio auf den Vorsitzenden Josef Lehner, der vor 32 Jahren eingetreten ist. Bereits nach zwei Jahren wurde er als Schießwart und Schriftführer in den Vorstand gewählt und führt die SKK Gunzendorf seit 2000 als Vorsitzender. Vom BSB wurde er dafür mit der Ehrenkreuz ausgezeichnet.
Angesichts der aktuellen Kriege auf der Welt stellte der SKK-Vorsitzende Lehner das Glück Deutschlands heraus, schon Jahrzehnte in Frieden zu leben. Für die Soldaten- und Kriegervereine sah er die Aufgaben, die Botschaft des Friedens zu vermitteln, die Heimat zu lieben sowie Verbundenheit, Kameradschaft und Weltoffenheit zu zeigen.
"Opfer nicht vergessen"
Auch Bürgermeister Joachim Neuß unterstrich das Anliegen, Heimkehrern und Hinterbliebenen zu helfen. "Die Opfer der Kriege dürfen nicht vergessen werden. Sie sind uns Verpflichtung, für Frieden und Freiheit zu wirken", betonte er.
"Wir brauchen Kameraden-, Soldaten- und Kriegervereine", hob der BSB-Kreisvorsitzende Richard Hofmann hervor und sprach davon, Erinnerungen und Mahnmale zu pflegen, damit sich Kriege und Gewaltherrschaft niemals wiederholten.
Stellvertretender Landrat Martin Weiß sah die 100 Jahre der SKK Gunzendorf als Erfolgsgeschichte mit Anteil an fast 80 Jahren Frieden in Deutschland an. Er plädierte für eine wehrhafte Demokratie und für eine Bundeswehr und Soldaten, die unsere Freiheit und unsere Demokratie verteidigen können.
Gründung am 23. März 1919
Dem ehrenden Gedenken für die Gefallenen der beiden Weltkriege folgte die Erinnerung an die Entstehung des Veteranen- und Kriegervereins der Pfarrei Gunzendorf am 23. März 1919 mit dem Gründungsvorsitzenden Franz Lorenz. Wenige Wochen davor, an Maria Lichtmess, hatten Pfarrer und Bürgermeister eine Heimkehrerfeier organisiert. Später schloss sich der Verein dem Bayerischen Soldatenbund an und benannte sich in SKK Gunzendorf um. (sck)



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