07.05.2019 - 13:46 Uhr
GuteneckOberpfalz

Altes Schulhaus neu belebt

Die alte Schule ist ein geschichtsträchtiges Gebäude und prägt das Ortsbild. Nun ist sie wieder für die Bürger der Gemeinde zugänglich.

Zahlreiche Ehrengäste begleiteten die Einweihung des Dorfheimes.
von Richard BraunProfil

Der Fortbestand des alten Schulgebäudes, das zahlreiche Erinnerungen und Geschichten in sich trägt, ist nach einer grundlegenden Sanierung wieder gesichert. Ein Schulhaus bleibt bei jedem Bürger Zeit seines Lebens in guter oder manchmal auch weniger guter Erinnerung. Ein solches Gebäude kann man nicht einfach wegreißen, wenn es nicht mehr gebraucht wird. So machte sich die Gemeinde seit Jahren Gedanken über den Erhalt und die weitere Nutzung des Gebäudes, das ohne sinnvolle Nutzung dem Verfall preisgegeben wäre.

Allen Beteiligten war von vornherein klar: „Ohne staatliche Unterstützung ist diese Aufgabe nicht zu stemmen.“ Bürgermeister Johann Wilhelm klopfte dafür an alle Türen. Das im Jahr 2014 eingeleitete Dorferneuerungsvorhaben für Guteneck öffnete eine der gesuchten Türen. Das Architekturbüro Schönberger aus Oberviechtach wurde damit beauftragt, ein Konzept für die Sanierung zu entwickeln und die Kosten zu ermitteln. Das Ergebnis war die „denkmalgerechte Sanierung der alten Schule, sowie die energetische Sanierung und der Umbau des Dachgeschosses zu einem Mehrzweckraum mit Ertüchtigung des Brandschutzes und der Barrierefreiheit“, so steht es auf der Bautafel. Der Kostenrahmen lag bei 600 000 Euro.

Aus staatlichen Förderprogrammen stand ein Zuschuss in Höhe von insgesamt 400 000 Euro in Aussicht, der Rest musste aus der Gemeindekasse fließen. Jetzt holte Bürgermeister Johann Wilhelm die Vereine und die Dorfgemeinschaft mit ins Boot. Gemeinsam machten sich viele an die Arbeit, um die Kosten durch Eigenleistung so niedrig wie möglich zu halten. Im Erdgeschoss sollten die Schützen ein Zuhause finden und im Dachgeschoss die übrigen Vereine.

Das Ergebnis dieser Anstrengungen erhielt am Sonntag beim Gemeindefest von Pfarrer Cyprian Anyanwu den kirchlichen Segen. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste dankte Bürgermeister Johann Wilhelm allen Beteiligten für die großartige Leistung. In Ihren Grußworten unterstrichen Landrat Thomas Ebeling, Landtagsabgeordneter Alexander Flierl und Bauoberrat Martin Stahr vom Amt für ländlichen Entwicklung den beispielhaften Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.

Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Gäste vom Ergebnis dieser Anstrengungen überzeugen. Im Erdgeschoss haben die "Hubertusschützen" ihre neue Bleibe. Auf sechs modernen Schießbahnen können sie künftig ihren Sport ausüben. Schützenmeister Thomas Schmidt und Josef Hanauer waren die treibenden Kräfte während der einjährigen Bauzeit. Fast täglich waren sie auf der Baustelle zu finden. Im Obergeschoss haben die übrigen Vereine einen geräumigen Saal zur Verfügung, der keine Wünsche offen lässt. Die Gemeinschaft ist eine besondere Stärke des ländlichen Raumes. In Guteneck wird dies beispielhaft vor Augen geführt.

Schützenmeister Thomas Schmidt war mit den modernen Schießbahnen sehr zufrieden.
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