14.08.2019 - 16:43 Uhr
GuteneckOberpfalz

Freiräume für Bauherren

Die Nachfrage nach Bauplätzen ist ungebrochen und die Gemeinde reagiert: In neuen Baugebiet „Weidenthal-Hütberg Nord“ sind 17 Parzellen in Planung.

Gegenüber Sportplatz und Feuerwehrhaus soll das neue Baugebiet "Weidenthal-Hütanger Nord" erschlossen werden. 17 Bauparzellen sind in Planung.
von Richard BraunProfil

Bereits im März diesen Jahres hat der Gemeinderat die Einleitung eines qualifizierten Bebauungsplans „Weidenthal-Hütberg Nord“ beschlossen. Das Baugebiet befindet sich gegenüber dem Feuerwehrhaus und dem Sportplatz. Den Auftrag für die Bauleitplanung erhielt das Ingenieurbüro Weiß. Die Grünordnungsplanung erstellt Landschaftsarchitekt Gottfried Blank. Dem Gemeinderat lag jetzt ein grober Vorentwurf zur Beratung auf dem Tisch mit der Maßgabe, welche Festsetzung hinsichtlich Dachformen oder Bepflanzung in den Bebauungsplanentwurf aufgenommen werden soll.

Um Bauherrn in ihrer Entscheidung nicht einzuschränken und ihnen nicht unnötige Steine in den Weg zu legen, beschränkte sich der Gemeinderat auf nur wenige Vorgaben. Zulässig soll demnach eine zweigeschossige Bauweise (E+D und E+1) sein. Als nächster Schritt folgen die Auslegung der Planung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Von deren Einwendungen hängt die weitere Planung ab.

Bereits jetzt hatte der Gemeinderat über eine Bauvoranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Weidenthal zu entscheiden. Das Vorhaben liegt im Außenbereich, kann aber ohne großem Aufwand erschlossen werden. Ähnlich verhält es sich mit einer Bauanfrage aus Oberaich, zum Bau eines Gartenhauses mit Sauna und Schwimmteich. Auch hier ist die Erschließung gesichert. Zu beiden Anfragen wurde das gemeindliche Einvernehmen hergestellt.

Der Starkregen der letzten Tage hat einen neu angelegten Weg westlich von Guteneck arg in Mitleidenschaft gezogen. Um dies künftig zu verhindern, soll der Randbereich des Weges mit Rasengittersteinen befestigt werden. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 12 000 Euro verteilen sich auf das ALE, die Teilnehmergemeinschaft und die Gemeindekasse. Im Baugebiet „Klingerweiher“ häufen sich die Beschwerden, dass viel zu schnell gefahren wird. Im Bereich des neuen Spielplatzes sind die Kinder besonders gefährdet. Um diese Gefährdung zu minimieren, hat sich der Gemeinderat entschlossen, im gesamten Baugebiet die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu beschränken. Entsprechende Hinweisschilder werden in den nächsten Tagen aufgestellt.

Die Gemeinden erhalten von dem Stromversorgungsunternehmen Bayernwerk eine Konzessionsabgabe für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen in öffentlichen Wegen und Straßen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf diese Abgabe ganz oder teilweise zugunsten von Stromabnehmern in der Gemeinde zu verzichten. Von dieser Möglichkeit hat der Gemeinderat nach einem Beschluss von 1993 Gebrauch gemacht und auf 0,6 Pfennige je Kilowattstunde verzichtet. Nach der Liberalisierung des Strommarktes haben viele Abnehmer den Stromanbieter gewechselt und diese Vereinbarung greift nicht mehr. Diese Subventionierung des Strompreises durch die Gemeinde kommt daher nicht allen Bürgern zu gute. Nach eingehender Beratung legte daher der Gemeinderat die Aufhebung des Beschlusses von 1993 fest. Sie wird den Vertrag dahingehend abändern, dass künftig die volle Konzessionsabgabe in Höhe von 1,32 Cent je Kilowattstunde in die Gemeindekasse fließt. Für die Gemeinde bringt dies 4 369 Euro an Mehreinnahmen.

Bürgermeister Johann Wilhelm gab weiterhin bekannt, dass die kommunale Verkehrsüberwachung im zweiten Quartal diesen Jahres einen Überschuss von 1919 Euro gebracht hat. "Es wird wieder viel zu schnell gefahren", musste der Bürgermeister feststellen. Trotzdem wird der gefasste Beschluss aufrechterhalten und die Verkehrsüberwachung vorerst ausgesetzt. Beim Bürgermeister häufen sich die Beschwerden von Bürgern, die eine verstärkte Grüngutablagerung im freien Gelände anprangern. Die Gemeinde ist nun bestrebt, eine praxistaugliche Lösung für die Grüngutentsorgung zu finden.

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