20.10.2020 - 10:30 Uhr
GuteneckOberpfalz

Gutenecker Gemeinderat wieder am Start

Bürgermeister Johann Wilhelm fällt in der Sitzung nahezu hörbar ein Stein vom Herzen: Er wird nun wieder von acht Gemeinderäten bei seiner verantwortungsvollen Aufgabe unterstützt.

Auch nach der Wahlwiederholung bleibt in der Gemeinde Guteneck alles beim alten. An der Spitze steht Bürgermeister Johann Wilhelm (Mitte). Zur Zweiten Bürgermeisterin wurde Anita Bauer (links) und zum Dritten Bürgermeister Wolfgang Blödt (rechts) gewählt.
von Richard BraunProfil

Die Wahl zum Gemeinderat, die wegen eines Fehlers wiederholt werden musste, brachte keine Überraschungen. Allen acht Räten wurde erneut das Vertrauen ausgesprochen. Bürgermeister Johann Wilhelm war in der letzten Gemeinderatssitzung sichtlich erleichtert. Über vier Monate ruhte die Verantwortung für die Gemeinde allein auf seinen Schultern. „Dies war eine sehr schwierige Zeit und ich bin froh, dass wir wieder alle an einem Tisch sitzen“, betonte er. Umso mehr freute es Wilhelm, dass allen acht Gemeinderäte erneut das Vertrauen der Bürger ausgesprochen worden war.

Eine Neuerung gab es lediglich in der Protokollführung. Hans Sorgenfrei, Geschäftsführer der VG Nabburg, übernimmt diese Aufgabe künftig von Ulrich Süß, der demnächst in den Ruhestand geht. Die Neuwahl machte die Konstituierung des Gremiums notwendig. Wie zu erwarten war, gab es auch hier keine Überraschungen. Zur Zweiten Bürgermeisterin wurde erneut Anita Bauer gewählt und das Amt des Dritten Bürgermeisters wurde Wolfgang Blödt anvertraut.

Vertreter in diversen Gremiengremien

Ohne Änderung wurde die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechtes übernommen und auch die Geschäftsordnung bleibt weiterhin in der beschlossenen Form bestehen. Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören Katharina Haas, Johannes Dirschwigl und Johann Kiendl an. Den Vorsitz hat Katharina Haas inne. In die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg werden der Bürgermeister und seine Stellvertreterin entsandt. Vertreten werden diese von Wolfgang Blödt und Gertraud Schichtl.

Die beiden Bürgermeister nehmen auch die Interessen der Gemeinde in den Schulverbandsversammlungen Nabburg, Teunz und Oberviechtach wahr. Zum Jugendvertreter der Gemeinde wurde Lukas Irlbacher bestellt. Ausführlich unterrichtete der Bürgermeister den Gemeinderat über die Arbeit der vergangenen vier Monate, in denen er auf sich alleine gestellt war.

Ehrgeiziges Ziel

Das größte Projekt in dieser Zeit war der Ausbau der Hofmarkstraße. Bei günstiger Witterung wird die Maßnahme noch im Oktober abgeschlossen. Bisher wurden 1,07 Millionen Euro investiert, wovon rund ein Drittel zu Lasten der Gemeindekasse fällt. Die vier Feuerwehren im Gemeindegebiet erhielten eine Atemschutzausrüstung. Die Kosten dafür beliefen sich auf 21 000 Euro. Die Schule wurde mit 15 Tabletts ausgestattet. Die Kosten in Höhe von 10 400 Euro trägt zu 90 Prozent der Bund. Ebenfalls vom Bund wird die Planung für den Breitbandausbau gefördert. Hier verfolgt die Gemeinde das ehrgeizige Ziel, alle Haushalte mit Glasfaser zu erschließen. In den kleineren Ortsteilen wurde dies bereits umgesetzt.

Keine Überraschungen bei der Wahlwiederholung

Altendorf

Das neue Baugebiet in Weidenthal stößt bei Bauwilligen auf großes Interesse. Nach Abschluss der Planung soll im nächsten Jahr die Erschließung laufen. Ebenfalls im nächsten Jahr soll auch mit der einfachen Dorferneuerung in Pischdorf begonnen werden. Gleichzeitig ist auch Baubeginn für den Ausbau der Kreistraße in Pischdorf. Die Dorferneuerung in Weidenthal wird sich dagegen noch um ein weiteres Jahr verzögern. Bürgermeister Wilhelm hat große Bedenken, dass künftig die Fördermittel für solche Projekte gekürzt werden. In den vergangenen vier Monaten wurden auch eine Reihe von Bauanträgen auf dem Verwaltungsweg zur Genehmigung weitergeleitet. In Weidenthal soll künftig ein Naturparkkindergarten installiert werden. Die Auditierung dazu erfolgt in den nächsten Wochen.

Hintergrund:

Bürgerversammlung

In der Gemeinde steht die Bürgerversammlung an. Wegen der geltenden Hygienevorschriften besteht im Gemeinderat große Unsicherheit, wie diese zu bewerkstelligen ist. Ein Termin wurde noch nicht festgelegt. Vorerst will man die weitere Entwicklung abwarten.

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