Guteneck
02.05.2025 - 15:17 Uhr
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Ritterspiele und Lagerleben beim Mittelalterspektakel auf Schloss Guteneck

Schloss Guteneck ist zum zweiten Mal der Schauplatz eines Mittelalterspektakels. Bei bestem Frühsommerwetter sind schon Hunderte von Besuchern mit von der Partie, wenn mit „Jubel, Jubel“, Trommel- und Fanfarenklänge das Fest eröffnet wird.

Besucher, welche im historisch wirkenden Gewand erscheinen, bekommen beim Eintritt zum Mittelalterfest auf Schloss Guteneck einen Preisnachlass. Dieses Schnäppchen kam schon bei der Eröffnung am Maifeiertag gut an, denn viele Schaulustige bekleideten sich mit überaus einfallsreichen Kostümen und so direkt tauchten ein in eine Welt der vergangenen Zeiten.

Über 30 Lagergruppen schlugen ihre Zelte auf dem etwa drei Hektar großen Areal neben dem Schloss auf. Ein Lagerleben mit allen Facetten bieten Zelte, Handwerker, Musikgruppen, Gaukler und gastronomische Versorger sowie Spielzeugmacher, Schmiedemeister, Wollspinner, Glasbläser, Drechsler, Waffenschmiede, Schmuckhändler und viele weitere Handwerker. Sie feilschen mit ihren Waren um die Wette und müssen ab und zu nach ausgiebigen Verhandlungen dem Käufer gegenüber klein bei geben.

Auch für Kinder ein Erlebnis

Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die Jüngsten wird der Besuch des mittelalterlichen Spektakels ein wahres Erlebnis. „Bei mir hat noch kein Kind während der Fahrt gespuckt“, versichert der Betreiber des mittelalterlichen Kinderkarussells und hebt dabei den Juniorritter in das Käfigabteil. „Mama, bekomme ich dieses Holzschwert“, bettelt ein kleiner Junge, während sich die Schwester mit einem Haarreif mit Schleier dekoriert. Künstler, Zauberer und Musikanten präsentieren unterdessen ihr Können und freuen sich über den Beifall der vielen Zuschauer.

„Geht die Maus zum Bäcker, ins Badehaus, zum Dreschplatz oder in die Schmiede?“, fragen sich die Wetteiferer mit dem Einsatz von zwei Talern, während sie beim „Mäuseroulette“ das kleine graue Tierchen aufgeregt verfolgen. Auch andere Tiere sind Bestandteil des Programms, so etwa ein Falke und ein Papagei.

Spannung beim Ritterturnier

Essen wir eine „Drachenwurst“, ein „Wikingersteak“, das Nudelgericht „Frau Holle“ oder gar ein „Nonnenfürzle“(Quarkbällchen)?, überlegen viele hungrige Familienmitglieder, wenn sie nach ihrem ausgiebigen Mittelaltermarathon vor einer der Buden stehen bleiben. Der Barde Caspar Bierschmeichler macht sich einstweilen musikalisch eher Gedanken über den Hopfentrunk. Er singt vom Alkoholkonsum und dem letzten Bier, das wohl eher schlecht ist. Das süffige, erfrischende „Metbier“ findet allerdings viele Abnehmer.

Zum Höhepunkt des Lagerlebens gehört das spannende Ritterturnier in der „Schloss-Arena“. Die beiden Kontrahenten, die Prinzen „Ludwig und Wilhelm von Guteneck“ buhlen um die Gunst der Krone des verstorbenden Vaters und lassen sich mit Hilfe ihrer Ritter „Georg vom grünen Tale“ und „Rudolf von der Felsenküste“ herausfordern. In packenden Wettkämpfen im Lanzenstechen oder im Kampf zu Pferd stellen sie ihre Fähigkeiten unter Beweis und werden mit „Jubelrufen“ und „Handgeklapper“ angefeuert. Wer am Ende siegt? Der Beliebtere der Beiden.

Hintergrund:

Wissenswert für Besucher des Mittelalterspektakels auf Schloss Guteneck

  • Geöffnet: Freitag, 2. Mai, von 17 bis 22 Uhr, Samstag, 4. Mai, von 11 bis 22 Uhr und Sonntag, 5. Mai, von 11 bis 19 Uhr.
  • Eintritt: Erwachsene zehn Euro, Kinder von 7 bis 14 Jahren acht Euro. Kinder unter sieben Jahren haben freien Eintritt. Historisch „Gewandete“ bekommen zwei Euro Nachlass. Für Familien gibt es auch Ermäßigungen.
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