25.01.2019 - 15:52 Uhr
GuteneckOberpfalz

Strich durch die Zeitrechnung

Bei der Sanierung der alten Schule in Guteneck wird das gesteckte Zeitfenster deutlich überzogen. Als neuer Termin der Fertigstellung ist der 5. Mai ins Auge gefasst.

Eine denkmalgerechte Sanierung erhält die ortsbildprägende Architektur der alten Schule. Bis zum 5. Mai, dem Tag der Gewerbeschau, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
von Richard BraunProfil

Der Architekt erstattet in der Gemeinderatssitzung einen Sachstandsbericht. Nach der ursprünglichen Planung, die auf das Jahr 2015 zurückgeht, sollte die Sanierung des alten Schulhauses bereits im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Doch viele zusätzliche Arbeiten und die boomende Baukonjunktur machten dem Planer einen Strich durch die Zeitrechnung. Die ersten Schwierigkeiten tauchten bereits bei der Freilegung des Fundamentes auf. Die lose Steinaufschichtung, wie sie beim Bau verwendet worden ist, musste erst verfestigt werden. Eine weitere Unwägbarkeit war der Ausbau des Dachgeschosses. Erst nach Abbruch der bestehenden Wohnung wurde das Ausmaß der Sanierungsarbeiten sichtbar.

Das Architekturbüro Schönberger aus Oberviechtach, das für den Bau zuständig ist, stand zudem vor der Schwierigkeit, kurzfristig Fachfirmen für die Bauarbeiten zu finden. In Zeiten der boomenden Bauwirtschaft ein schwieriges Unterfangen. Alle diese Umstände führten letztendlich zu der zeitlichen Verzögerung. Im Erdgeschoss, indem das neue Schützenheim untergebracht wird, sind die Arbeiten gut fortgeschritten. Hier wurde von den Mitgliedern viel Eigenleistung erbracht. Anders verhält es sich im Obergeschoss. Dieser Bereich befindet sich im Rohzustand. Als nächstes stehen die Trockenbauarbeiten an. Den Auftrag dafür erhielt die Firma Danner Trockenbau aus Neuburg .W. zu einem Angebotspreis von 35 914 Euro . Mit den Arbeiten wird im Februar begonnen. Noch nicht geklärt ist die Gestaltung der Außenanlagen. Hierzu sind die entsprechenden Beschlüsse des Gemeinderates notwendig.

Bürgermeister Hans Wilhelm unterrichtete den Gemeinderat über die weiteren Baumaßnahmen in diesem Jahr. Der Ausbau der Hofmarkstraße mit Pfarrgasse soll im April beginnen und wird sich bis Oktober 2020 hinziehen. Als weitere große Maßnahme steht der Ausbau des Wegenetzes im Rahmen der Flurneuordnung an. Diese Arbeiten sich vom April bis Dezember geplant. Für beide Maßnahmen steht die Vergabe im März an. Gute Nachrichten gab es für den Ausbau des Mobilfunknetzes. Die Fundamentarbeiten für den Funkmasten sind im März geplant und das Aufstellen soll im April erfolgen. Anschließend kann der Aufbau der Systemtechniken und der Antennenanlagen erfolgen. Die Planungen von Telekom und Vodafone sind bereits abgeschlossen. Bis Ende Mai soll die Anlage voraussichtlich in Betrieb gehen. Die diesjährige Gewerbeschau findet am 5. Mai statt, dazu will die Gemeinde am 6. Februar zu einer Informationsversammlung ins Gasthaus Vetterl einladen. Eine weitere Ortsteilversammlung der Ortschaften Unter-, Mitter-, und Oberaich ist für den 4. Februar im Feuerwehrhaus in Unteraich zum Thema Freiflächenphotovoltaik in Oberaich geplant. Der Gemeinderat wird das Projekt vorstellen und sich ein Bild von die Akzeptanz in der Bevölkerung machen. Der Bürgermeister gab weiterhin bekannt, dass zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zu den üblichen Sprechzeiten auch in der Gemeindekanzlei ein Eintrag möglich ist.

Wenn die Gemeindearbeiter gegenüber Dritten Arbeiten verrichten, die entsprechend vergütet werden müssen, sind diese von der Gemeinde in Rechnung zu stellen. Der Stundenlohn für solche Leistungen wurde auf 32,85 Euro festgesetzt. Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnung 2017 geprüft und keine Beanstandungen erhoben. Die Jahresrechnung schließt im Verwaltungshaushalt mit 1 520 018 Euro und im Vermögenshaushalt mit 1 110 891 Euro ab. Es wurde die Entlastung erteilt.

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