22.11.2021 - 16:59 Uhr
Guttenberg bei KemnathOberpfalz

Christa Vogl stellt neues Buch vor: Augenzwinkernd durch die "Land-Frauenwoche"

Christa Vogls vierter Streich. Die Autorin aus dem Kemnather Land stellt einen neuen Band mit Kurzgeschichten vor – die "Landfrauen-Woche". Vogl erweist sich erneut als gute Beobachterin des "Oberpfälzer Landvolks".

Christa Vogl
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

So zufällig Christa Vogl zum literarischen Schreiben gekommen ist, so hartnäckig bleibt die Guttenbergerin (Kreis Tirschenreuth) dabei: In den kommenden Tagen erscheint mit "Landfrauen-Woche" im Pressather Verlag Bodner (www.buchhandlung-bodner.de) bereits das vierte Buch mit Kurzgeschichten der Autorin, die auch als freie Mitarbeiterin für Oberpfalz-Medien arbeitet.

Ihre Leidenschaft hat Vogl im Jahr 2009 entdeckt - bei der spontanen Teilnahme an einem Schreibwettbewerb der OWZ. Die Spontanität hat sie sich auch 12 Jahre später bewahrt: "Ich schreibe, was mir einfällt", sagt die 58-Jährige. Langes Grübeln ist nicht ihr Ding. Und auch literarisches Theoretisieren lässt sie bleiben. Wenn ihre eine Idee in den Sinn kommt, eine Besonderheit auffällt, schreibe sie diese auf, um dann später in Ruhe eine Geschichte auszuformulieren. Langes Nachdenken sei nicht ihr Ding.

Vielleicht ist genau das ihr Geheimnis: wenig Theorie, viel Praxis und als Autodidaktin eine gute Portion Talent. Das merkt schnell, wer ihr neues Buch zur Hand nimmt. 35 "satirische Geschichten aus der Oberpfalz", fünf für jeden Tag. Die Themen sind bunt gemischt, immer gleich ist die Ich-Perspektive aus der Vogl auf ihre Figuren blickt. Diese Figuren sind Originale - und doch kommen sie dem Leser aus dem eigenen Alltag bekannt vor.

In fast allen Geschichten stecken echte Erlebnisse, eine Beobachtung, die die Autorin gemacht hat. Dass ihre Leser Freude und Spaß beim Lesen haben, sei ihr eine Anliegen. Höhere Ziele, eine Botschaft vermitteln, das wolle sie gar nicht.

Dabei übertreibt es Vogl aber nicht für eine paar schnelle Lacher. Die Geschichten bleiben realistisch, haben sich bestimmt alle einmal irgendwann und irgendwo so abgespielt. Es sind Geschichten, wie jene, die man sich bei Familienfeiern immer wieder erzählt. Und auch auf ein andere Art trifft Vogl Ton und den Mittelweg: Wenn sie über die einfachen Menschen auf dem Oberpfälzer Land schreibt, über serbisches Reisfleisch, das erst unter unmöglichen Bedingungen perfekt gelingt, oder über die besondere Beziehung der Oma zur "Bild"-Zeitung: Immer kann man dabei schmunzeln, aber nie wird Vogl hämisch oder gar herablassend über die Macken und kleinen Spinnereien.

Kein Wunder: Natürlich zähle sie sich selbst auch zu den Landfrauen, sagt Vogl. "Man muss doch auch über sich selbst lachen können."

Oberpfälzer Heimatspiegel

Pressath
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