15. Defibrillator in der Gemeinde hängt bei Guttenthauer Feuerwehr

Der neueste Defi in der Region befindet sich im Speichersdorfer Ortsteil Guttenthau. Das Bild zeigt (von links) Bernd Pöhlmann (Kommandant der Feuerwehr Guttenthau-Roslas), Michael Kaußler (Vorsitzender der Feuerwehr Guttenthau-Roslas), Karl Bernet (ehrenamtlicher AED-Instruktor vom BRK) und Bürgermeister Christian Porsch.
von Autor HAIProfil

"Jede Sekunde kann Leben retten", betonte Kommandant Bernd Pöhlmann. Den 15. Defibrillator im Gemeindegebiet hat die Feuerwehr Guttenthau-Roslas an ihrem Feuerwehrgerätehaus in Betrieb genommen. Mit dem Versorgungsgrad an Defibrillatoren habe Speichersdorf ein Alleinstellungsmerkmal, erklärte Karl Bernet vom BRK Bayreuth/Kulmbach.

Mit der Installation in Guttenthau befindet sich die Gemeinde Speichersdorf auf der Zielgeraden einer flächendeckenden Versorgung mit Defibrillatoren des gleichen Systems und einer Rückkoppelung an die Leitstelle. "Das ist einzigartig und einmalig im Landkreis Bayreuth, in ganz Oberfranken und im Freistaat Bayern", schwärmte Karl Bernet. Speichersdorf sei hier vorbildlich.

Mit Herzblut und großen Anstrengungen initiiert und finanziert wurde die Aufstellung der Notfallstation mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED) durch einen großangelegten Spendenaufruf der Kameradinnen und Kameraden um Vorsitzenden Michael Kaußler. Örtliche und regionale Unternehmen wurden angesprochen und besucht. Die Resonanz war enorm. Von den Firmen gingen Spenden zwischen 30 und 1000 Euro ein. Mit einer pfiffigen Idee war auch das Bäckermeister-Ehepaar Birgit und Reiner Müller aus Speichersdorf dabei. Seine Krapfenaktion erbrachte einen Reinerlös von 950 Euro, das es privat noch aufgestockte. Aber auch Lebensmittel Ackermann, Reifen Deubzer, Feuerschutz Ludwig, Metzgerei Lehner, Baustoffe Merkl, Elektro Kaußler, Schreinerei Birkner, Haustechnik Günthner, Metallbau Schmidt, Futtermittel Krodel, Sparkasse, Autohaus Scherm, Rewe Kellner und Elektro Pühl zeigten sich großzügig. Ein weiterer wichtiger Unterstützer des Projektes war zudem die Adalbert-Raps-Stiftung aus Kulmbach. So konnten die Kosten von knapp 4000 Euro fast vollständig durch Spenden gedeckt werden. Die Gemeinde Speichersdorf übernimmt die Unterhaltskosten.

Der Defibrillator ist 24 Stunden, sieben Tage die Woche zugänglich. Er ist direkt mit der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach verbunden. Das Gerät besitzt technische Diagnosefähigkeiten und kann von Laien ohne Probleme bedient werden. Durch seinen Einsatz wird die Überlebenschance Betroffener entscheidend erhöht. Denn bei einem Herzstillstand ist schnelle Hilfe erforderlich. Angehörige oder Passanten, die sich bereits vor Ort beim Betroffenen befinden, sind die schnellsten Helfer. Die wichtigsten Schritte, die ein Laie bei einem Herzstillstand tun kann, sind das Absetzen eines Notrufes und Ergreifen der Maßnahmen der sogenannten Herz-Lungen-Wiederbelebung oder Reanimation. Über Lautsprecher leitet der AED den Lebensretter an. Um die Bedienung im Ernstfall zu erleichtern, hat Kommandant Bernd Pöhlmann eine Aus- und Fortbildung im Blick. Dabei wurde im ersten Schritt eine Schulung für die aktiven Kameraden der Feuerwehr und im September für die Bevölkerung abgehalten. Zukünftig sind regelmäßige Schulungen geplant.

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