24.01.2020 - 14:49 Uhr
Hagendorf bei WaidhausOberpfalz

Feuerwehr Hagendorf hat 25 Aktive

Sieben Einsätze fordern die Wehrmänner 2019. In einem Fall rücken sie zu einem Feuer bei einem Vorstandsmitglied aus, erinnert der Rückblick in der Jahreshauptversammlung.

Vorsitzender Hermann Gilch informiert mit Kassier Ben Schmalnauer und zweitem Kommandanten Tobias Stahl (von rechts) bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Hagendorf.
von Josef ForsterProfil

An die Osterkrone, die im Vorjahr dann weit und breit entlang der Grenze die einzige blieb, erinnerte Vorsitzender Hermann Gilch bei der Jahresversammlung der Ortswehr. Das Gedenken galt dem langjährigen Vereinswirt Ludwig Puff.

Als besondere Leistung hob Gilch die Arbeitsdienste durch Mitglieder bei der Vereinsgemeinschaft Waidhaus hervor. Darüber hinaus informierte er über die erstmalige Kombination von Übung und Jahresabschlussfeier. Nach der Rückkehr von zwei ehemaligen Mitgliedern und einer Neuaufnahme verzeichnete der Vorsitzende einen aktuellen Stand von 125 Personen. Seinen Bericht schloss er mit der Aussage: „Allen, die arbeiten und mithelfen, ein recht herzliches Vergelt‘s Gott; sonst würde es nicht gehen.“

Aus der laufend fortgeschriebenen Chronik zititerte Rosita Wittmann einige Neueinträge. Stellvertretender Kommandant Tobias Stahl gab einen Überblick zu den derzeit 25 aktiven Mitgliedern. Sechs Frauen und 19 Männern stehen für Einsätze parat, darunter drei Gruppenführer, sieben Maschinisten, fünf Atemschutzträger und zwei eifrige Jugendliche.

Zu den sieben Einsätzen zählte auch ein Brand bei einem Vorstandsmitglied. Darüber hinaus behoben die Aktiven bei den insgesamt 53 Einsatzstunden zumeist Sturm- und Baumschäden, wobei sie aufgrund des zugeteilten Bezirks rund um den Pleysteiner Sulzberg im Einsatz waren.

Bei den zwölf Übungen lag das Augenmerk auf der im Ort vorhandenen Ausrüstung, wie Motorsäge, Funkwecker oder Betreuung der zugeteilten Ölsperre, um die Teilnehmer mit den Geräten vertraut zu machen. Eine Ortsbesichtigung mitsamt dem Löschwasserspeicher und das Aufspüren aller Hydranten diente dem Eintrag aller Objekte in einen Ortsplan, der im Gerätehaus platziert wird. Auch die Schutzgebiete der Trinkwasserquellen finden sich hier wieder.

Stahls Dank ging an Kassier Ben Schmalnauer für die Vorbereitung der Übungen und Prüfungen. Jugendwartin Julia Wittmann übernahm die Ausbildungsorganisation des Nachwuchses mit anderen Feuerwehren der Marktgemeinde. Außerdem ging Stahl auf die erstmalige Inspektion unter Leitung von Kreisbrandrat Marco Saller ein. Im Vorfeld hatten die Mitglieder unter Federführung von Florian Dürnhofer alles auf Vordermann gebracht. Derart gut, dass alles perfekt geklappt hat und mit einer „eins“ belohnt wurde.

Der Marktgemeinde dankte der stellvertretende Kommandant für die umfangreichen Neuausstattungen und Ergänzungen. Viele Neuerungen bringe die Berufung von Ortskommandant Matthias Schmidt zum Kreisbrandmeister: „So erfährt man alles früh und aus erster Hand. Das ist etwas, was man als kleine Feuerwehr normalerweise nicht hat.“

Die erfreuliche finanzielle Basis sah Kassier Schmalnauer insbesondere durch die eigene Sonnenstromanlage begründet, die seit 2018 abbezahlt ist: „Eine erstklassige Sache. Unser Geld ist einwandfrei angelegt.“ Aufgrund der guten Finanzlage ist ein Beitrag zur Entlastung der Gemeinde möglich.

Da viele Einsatzstunden geleistet wurden, lobte Bürgermeisterin Margit Kirzinger die Ortsfeuerwehr für den Dienst. Für die gemeinsame Nutzung der neuen Schlauchwaschanlage kündigte sie eine Organisation an sowie einen Pufferbetrag für neue Schläuche. Geld ist ebenso für die Umstellung der Sirene auf eine digitale Steuerung nötig. Von der „super Zusammenarbeit untereinander“ schwärmte Kreisbrandinspektor Martin Weig. Mit einem Hinweis auf die gemeinsame Nutzung der Schlauchwaschanlage sprach er sich für das gleiche Vorgehen bei den Schutzanzügen aus.

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