Nach der Idee von drei jungen Müttern entsteht derzeit inmitten von Hagendorf ein Spielpark, der weit und breit seinesgleichen sucht. Freilich hatte der Ort schon seit vielen Jahren einen Kinderspielplatz. Mit Schaukel, Sandkasten und Fußballtor. Für das neue Projekt allerdings bleibt lediglich der bisherige Ort derselbe.
Mit großen Augen nahm der Waidhauser Marktrat im vergangenen Jahr von den Vorstellungen der drei Frauen mitsamt ausgearbeitetem Konzept Kenntnis. Spontan und schnell herrschte Einigkeit im Gremium über den Willen zur Verwirklichung und der Bereitstellung der finanziellen Mittel, obwohl diese weit in den fünfstelligen Bereich gingen.
Ganzes Dorf ins Boot geholt
Bei den Vorbereitungen holten sich Marina Schmalnauer, Julia Schmucker und Vera Stahl als treibende Kräfte die ganze Dorfbevölkerung ins Boot. So entstand das Projekt, das nicht nur aktuelle pädagogische Gesichtspunkte berücksichtigt, sondern auch Wert auf die Bedürfnisse und Wünsche verschiedener Altersgruppen legt. Auch eine ausgeklügelte Wallanlage um das Gelände herum bringt Vorteile. Es wurde ebenso ein Augenmerk auf den Lärmschutz für unmittelbare Anlieger gelegt wie auch auf die Aufsichtspflicht der Begleitpersonen, um den Nachwuchs stets im Blick zu behalten.
Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Spielgeräte wurde ein klares Ziel verfolgt: Hagendorf kann als einziger Ort im weiten Umkreis eine reiche und lange Bergbautradition vorweisen. Anstatt mit einem Museum greift das Dorf seine Geschichte mit einem Spielpark auf, wo es an nichts fehlen soll, was mit der lokalen Eigenheit zusammenhängt. Durch die gute Vorarbeit war die neue Ausstattung längst in allen Details ausgesucht, bestellt und geliefert. Als sich im gemeindlichen Bauhof die Kunde vom guten Wetter für die zweite März-Woche breitmachte, gingen die Arbeiter an die Vorbereitung des Transports der bereits einlagernden Utensilien nach Hagendorf.
Besondere Seilbahn als Blickfang
Nun hat endlich das Aufstellen, Modellieren und Fertigstellen des Areals begonnen. Zentraler Blickfang sowie Anziehungspunkt für den Nachwuchs soll eine besondere Seilbahn sein. Denn von Hagendorf führte einst eine Seilbahn auf den Waidhauser Bahnhof, um dort die geförderten Bodenschätze mit dem Bockl an die Adressaten zu bringen. Ein Spielturm ist der einstigen Förderanlage nachempfunden. Sandbagger und Sandaufzug stellen eine gute Verbindung zum einstigen Abbau her. Außerdem entsteht ein großer Erdhügel mit Kriechtunnel und Hangrutsche. Das gesamte Gelände des Spielparks wird entsprechend modelliert. Übliche Spielgeräte, wie Kinderkarussell, Kleinkindschaukel, Trampolin, Nestschaukel, Hangrampe und Babyrutsche zählen ebenso zu den Anschaffungen.
Alte Spielgeräte für neuen Standort
Die bestehenden Spielgeräte werden nicht ausrangiert, sondern aufgehübscht und erhalten einen neuen, passenden Standort. Über die jungen Familien hinaus freut sich das ganze Dorf bereits auf die neue Attraktion. Der vor geraumer Zeit zum Naherholungsgebiet aufgewertete Dorfweiher liegt zudem in nächster Nähe, und so kann Hagendorf übers Jahr mit einer völlig neuen Ortsmitte punkten.
Infotafeln zum Bergbau geplant
- Für einen Pavillon und Informationstafeln zum Bergbau am neuen Spielpark hat sich die Gemeindeverwaltung um Zuschüsse beworben.
- Wenn die Fördermittel dafür fließen, kann das Projekt zeitnah abgeschlossen und seiner Bestimmung übergeben werden.













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