16.02.2020 - 14:05 Uhr
HahnbachOberpfalz

Auffrischung in Sachen Kinaesthetics in der Praxis

Ehemalige Teilnehmer von AOVE-Kursen treffen sich. Sie wiederholen Bewegungskonzepte und frischen diese auf.

Beim Kinaesthetics-Auffrischungskurs übten die TeilnehmerInnen unter anderem, wie Pflegebedürftige ohne viel Anstrengung umgelagert werden können.
von Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-EhenbachProfil

Pflegende Angehörige und Alltagsbegleiter nehmen ihre Aufgaben sehr ernst. Daher fand sich eine interessierte Gruppe bei der Firma Standecker in Hahnbach zum Auffrischen von Wissen und zum Informationsaustausch ein. Zu dem Treffen ehemaliger Teilnehmer der Kinaesthetics-Grund- und Aufbaukurse hatten die Barmer, die AOVE-Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" und Kinaesthetics Deutschland in die Ausstellungsräume der Firma geladen.

AOVE-Mitarbeiterin Renate Scherer-Mende bedankte sich bei den Unterstützern und begrüßte die Teilnehmer zu einem praxisorientierten Abend, der zum Ziel hatte, bereits erlernte und angewandte Bewegungskonzepte zu wiederholen und zu vertiefen.

Bei Bewegungsabläufen auf sich selbst zu achten sei enorm wichtig, erklärte Kinaesthetics-Trainerin Margret Hirsch. Deswegen sei der erste Schritt zur Hilfe Pflegebedürftiger, eigene Bewegungsmuster zu analysieren, zum Beispiel bei der Fragestellung "Wie komme ich vom Boden hoch?" Solche Beobachtungen helfen dabei, das Gewicht des anderen in eine Position zu verlagern, die das Aufstehen beziehungsweise Aufhelfen vereinfacht.

Ein weiteres Thema war, wie man im Bett unterstützen kann, damit ein kopfwärts bewegen des zu Pflegenden möglich ist, auch bei Menschen, die in den Beinen wenig bis gar keine Kraft haben. Die Teilnehmer stellten aus ihrer alltäglichen Praxis konkrete Fragen an die Trainerin, zum Beispiel wie das noch war mit dem "Knietransfer": Wie kann ich mich gut positionieren, dass ich meinen Angehörigen schonend vom Bett auf den Rolli bringe oder umgekehrt. Optimale Abläufe hierfür wurden detailgetreu nachgespielt.

Dabei spielte immer wieder die Frage eine Rolle, wie man sich richtig wahrnimmt, um einen Angehörigen in eine neue Position bringen kann, ohne sich selbst und den Angehörigen zu belasten. "Bin ich in der Lage, das Gewicht gut zu übernehmen, so dass ich nicht trage, sondern bewege?", fasste die Trainerin die zentrale Frage beim Knietransfer zusammen. Wer Kinaesthetics, die Kunst der Bewegungswahrnehmung, näher kennenlernen möchte, für den bietet die AOVE im März einen Grundkurs für pflegende Angehörige mit 21 Stunden Unterricht an. Termine und Informationen: www.altwerdenzuhause.de; Telefon 09664/9 53 97 20.

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