10.07.2020 - 10:21 Uhr
HahnbachOberpfalz

Evangelische Kirchengemeinde Hahnbach feiert Gemeindefest

Viele evangelische und katholische Gläubige versammeln sich auf dem Vorplatz des Andreas-Raselius-Hauses in Hahnbach zum Gemeindefest-Gottesdienst.
von Josef IbererProfil

Traditionell feiert die evangelische Kirchengemeinde Hahnbach am ersten Juli-Sonntag ihr Gemeindefest. Wegen der Coronakrise musste heuer auf den weltlichen Teil mit Bewirtung und Unterhaltungsmusik verzichtet werden. Dennoch waren zum Gottesdienst im Freien auf dem Vorplatz des Gemeindehauses am Vormittag viele, auch katholische Teilnehmer gekommen, worüber sich der Vorsitzende des Fördervereins Andreas-Raselius-Haus, Günter Winter, freute. Passend zum Wetter spielte eingangs Kirchenmusikdirektor Gerd Henneke auf dem E-Piano die Melodie von „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit“.

Diakonin Irene Elsner legte ihrer Predigt ein Bild des schiefen Turms von Pisa zugrunde und bezeichnete dieses Bauwerk als "Faszination des Schrägen und Nicht-Perfekten". Dies könne den Menschen Mut machen angesichts all dessen, was bei ihnen selbst nicht so perfekt sei. "Auch die Auflagen und Maßnahmen wegen der Coronakrise können uns etwas schräg vorkommen. Das Virus hat wie der Turm von Pisa Perspektiven verrückt", stellte sie fest.

Dennoch bringe eine Krise nicht nur Schlechtes mit sich, sie habe immer auch zwei Seiten. So wie die Erbauer des Turmes wohl lange über einen Abbruch nachgedacht haben, könnten die Menschen heute aus dieser Krise Positives lernen und gestärkt hervorgehen. Das Zitat des amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr: „Gott gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ könne dabei Hilfestellung geben.

Diakonin Irene Elsner ermutigt in der Predigt, aus der Coronakrise auch Positives zu ziehen.
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