24.02.2019 - 11:03 Uhr
HahnbachOberpfalz

Gartler Vorzeigemenschen in Sachen Natur

Beim Obst- und Gartenbauverein Hahnbach stimmt offensichtlich das Klima. Beste Stimmung herrscht bei der Jahreshauptversammlung, bei der einige Mitglieder gefeiert werden.

Bürgermeister Bernhard Lindner, Vorsitzender Josef Moosburger, Gartenfachberater Arthur Wiesmet und Georg Götz vom HKA (hinten, von links) gratulieren Josef Iberer und Hans Stiegler (mit Urkunden, von links) zu ihrer Vereinstreue.
von Autor MMAProfil

Bei der gut besuchten Zusammenkunft sparte Landkreis-Gartenfachberater Arthur Wiesmet nicht mit humorvoller Kritik bei seinem Vortrag über klimagerechte Gärten. Krönender Abschluss war ein mit passender Musik unterlegter Jahresrückblick von Christel Fiegler.

Schriftführerin Sabine Schulz zählte die Veranstaltungen des Vereins auf, berichte von Baumschneide- und Veredelungskursen, dem Forellenessen, Kindernachmittagen und der starken Teilnahme am Ferienprogramm. Der Besuch der Stadtgärtnerei Sulzbach-Rosenberg, die Aktion „Hinters Gartentürl g’schaut“ und der Blumennachmittag wurden, wie auch Erntealtar und Pflanzentauschbörse, gut angenommen. Schatzmeisterin Ursula Gradl legte einen soliden Kassenbericht vor.

Vorsitzender Josef Moosburger freute sich über acht neue Mitglieder, die den Verein auf 165 Gartler anwachsen ließen. Verantwortlich machte er dafür das breitgefächerte Programm, den Verzicht auf Wertungen und Kritik bei den Begehungen und die unentgeltlich angebotenen Hilfen des Vereins. Mit den beiden weiteren Obst- und Gartenbauvereinen in der Gemeinde arbeite man gut und gerne zusammen und könne auf positive Synergieeffekte verweisen

Auf 40 Jahre Treue zum Verein können Oskar Demleitner, Karl Erras, Rosmarie Rauch, Georg Schleicher und Georg Siegert und Josef Iberer zurückblicken. Schon 50 Jahre sind Franz Erras und Hans Stiegler dabei. Persönlich waren Josef Iberer und Hans Stigler anwesend, allen anderen hatten sich entschuldigt.

In seinem Grußwort sprach Bürgermeister Bernhard Lindner von einem „top geführten Verein, der der Natur immer schon eine entscheidende Bedeutung eingeräumt hat". Auch die politische Gemeinde habe die Bedeutung von Renaturierungsmaßnahmen erkannt und werde in den kommenden Jahren manch nachhaltige Projekte angehen. Georg Götz dankte für den Hahnbacher Kulturausschuss den „Vorzeigemenschen in Sachen Natur“.

Arthur Wiesmet zeigte auf, wie stark sich das Klima verändert hat, und sah Parallelen zum menschlich ebenfalls oft schlechteren Klima. "Sogenannte pflegeleichte, geschmacklose Gärten“ würden seine Beratungsgespräche oft sehr verkürzen, berichtete er und zeigte manche „Urnenbehälter und Beerdigungskisten“ auf völlig überhitzten Belägen. Sein Plädoyer galt einheimischen Pflanzen, die wirklich klimagerecht seien. Er ereiferte sich gegen manch verbreitete Werbung, die Pflanzen als „gut für alle Böden, alle Lagen“ anpreise. Diese Pflanzen seien dann wohl „für alle Deppen“, so Wiesmet.

„Eine beeindruckende Choreographie“, so Moosburger, präsentierte Christel Fiegler mit ihrem Jahresrückblick in Bildern und dazu passender Musik.

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