08.07.2019 - 17:47 Uhr
HahnbachOberpfalz

Auch Hahnbach hat jetzt eine Energieschule

Ihren ganz speziellen "Friday for future" beging die Grund- und Mittelschule in Hahnbach. Dazu brauchte es keine Kundgebung oder Demo: Landrat Richard Reisinger übergab das Zertifikat "Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach".

Im Pausenhof versammelten sich die Schulfamilie und ihre prominenten Gäste zur Zertifikatsverleihung.
von Klaus HöglProfil

Ihren ganz speziellen "Friday for future" beging die Grund- und Mittelschule in Hahnbach. Dazu brauchte es keine Kundgebung oder Demo: Landrat Richard Reisinger übergab das Zertifikat "Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach". Damit ist die Grund- und Mittelschule Hahnbach die elfte im Landkreis, die sich mit dieser Auszeichnung schmücken darf.

Erste Titel 2013 vergeben

Die Grund- und Mittelschule Hahnbach ist die elfte im Landkreis, die sich mit dieser Auszeichnung schmücken darf. 2013 waren die Schulen in Hohenburg und Krötensee/Sulzbach-Rosenberg die Ersten, die diesen Titel verliehen bekamen. Jetzt waren Auerbach und Hahnbach Nummer 10 und 11. In Energieschulen sollen Kinder früh zu verantwortungsbewussten Energienutzern heranreifen und Verständnis für die Umwelt entwickeln. Daran haben die Schüler in Hahnbach in rund dreijähriger Vorarbeit fleißig hingearbeitet.

Das Durchhaltevermögen der Kinder, ihr Engagement, ihren "Motor", die Lehrerin Maria Lösch-Ringer, hob Rektor Heinz Meinl heraus. Beim Thema Umwelt, so stellte Landrat Richard Reisinger fest, gingen die Schüler mit gutem Beispiel voran. "Wir lieben die Natur": Gesanglich fanden die Klassen 4 a und 4c den idealen Einstieg zur Zertifikatsverleihung, zu der sich Schüler, Lehrer Kollegium, Eltern im Pausenhof versammelt hatten. Die Bürgermeister Bernhard Lindner (Hahnbach) und Peter Dotzler (Gebenbach) waren darunter, Julia Jung vom Elternbeirat, vom Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf Florian Junkes, Lorenz Hirsch und Manfred Klemm, laut Rektor Heinz Meinl der "Aborigine der Energieschulen". Klemm lobte: "Die Schüler sind für die Herausforderungen ihres künftigen Lebens, zumindest was den Umgang mit Energie und Umwelt betrifft, bestens gerüstet."

"Redlich verdient"

An den beiden Schulstandorten Hahnbach und Gebenbach stünden Energiewende und Klimaschutz im Fokus des täglichen Unterrichtsgeschehens. Damit sei das Zertifikat "Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach" redlich verdient.

Von links: Elternbeiratsvorsitzende Julia Lang, Bgm Lindner Bernhard, Florian Junkes, Lorenz Hirsch, Manfred Klemm (alle drei ZEN Ensdorf), Rektor Heinz Meinl, Projektleiterin Maria Lösch-Ringer, Schule Hahnbach, Landrat Richard Reisinger, Bgm Peter Dotzler (Gebenbach).
Natürlich wurde die Verleihung des Titels "Energieschule" gleich zum Anlass für ein kleines Schulfest genommen.
Info:

Hintergrund

Viele Ideen haben die Grund- und Mittelschüler in den vergangenen drei Jahren bearbeitet. In der Grundschule Hahnbach und Gebenbach waren beispielsweise Mülltrennung und -vermeidung ein Schwerpunkt, Sonnen-/Windenergie, Schüler wurden zu Energie-Detektiven ausgebildet. Mit Themen wie Stromfresser, Biogasanlagen oder Brennstoffzellenautos beschäftigte sich die Mittelschule (Klassen 5 bis 10 und M-Zug). Schulübergreifend ging es um Verarbeitung von Abfallprodukten oder Einmalgeschirr. Eine Handy-Sammelaktion und einen Energietag gab es ebenfalls. Zum Schulfest ist noch eine Umwelt- und Projektwoche geplant.

Zertifikatsübergabe von Landrat Reisinger (Zweiter von links) an Maria Lösch-Ringe, im Beisein der Bürgermeister Peter Dotzler (links), Bernhard Lindner (rechts) sowie (ab Vierter von links) Manfred Klemm, Florian Junkes und Rektor Heinz Meinl.

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