09.03.2020 - 15:32 Uhr
HahnbachOberpfalz

Informationen und viel Lob beim Obst- und Gartenbauverein Hahnbach

Einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs verzeichnet der Obst- und Gartenbauverein Hahnbach. Bei der Jahreshauptversammlung ehrt die Gruppierung langjährige Angehörige.

Vorsitzender Josef Moosburger und HKA-Vorsitzender Georg Götz (von links) gratulieren Christa Meier, Gerhard Schmid, Christl Fiegler und Willi Hofmann für jahrzehntelange Treue. Bürgermeister Bernhard Linder schließt sich an.
von Autor MMAProfil

Gut besucht war die Zusammenkunft im Gasthof Ritter, die Vorsitzender Josef Moosburger eröffnete. Umfangreich fiel der Jahresrückblick von Schriftführerin Sabine Schulz aus. Unter anderem erwähnte sie Vorträge, Baumschneidekurse und Besuche des Perma-Experimentiergartens der Familie Kotz oder der „essbaren Landschaft“ in Waldeck. Viel habe man darüber hinaus auch für die Pflege der Gemeinschaft getan, wie beim Forellenessen bei den Bauers in Süß, dem Ausrichten des Ferienprogramms, der mehrtägigen Fahrt nach Schleswig-Holstein, den Gartenbesuchen im Rahmen der Aktion „Hinters Gartentürl g’schaut“, dem Aufbau des Erntealtars oder dem Blumennachmittag mit und Torten. Als sehr erfreulich bezeichnete sie die kontinuierliche Zunahme an Mitgliedern, deren Zahl sei heuer um weitere acht auf 168 angestiegen. Schatzmeisterin Ursula Gradl legte einen soliden Kassenstand vor.

Josef Moosburger erklärte, dass in diesem Jahr bereits ein Baumschneidekurs stattgefunden hat. Kurz erklärte er die Schneidemethode nach dem Oeschberg-Palmer-System. Der Gemeinde riet er, nur noch dort Obstbäume anzupflanzen, wo deren Pflege gesichert sei. Als negatives Beispiel nannte er die Bäume zwischen Flurstraße und Frohnbergkreuzweg. Hier riet er, die verkrüppelten Stämme zu roden und Sträucher, die keine Pflege brauchen, anzupflanzen. Nach seinen Angaben haben Helfer auf der Streuobstwiese bereits sechs Bäume angepflanzt und Schutzwälle errichtet.

Für ihre Treue wurden fünf Mitglieder mit Urkunden geehrt. Willi Hofmann ist bereits seit 30 Jahren dabei. Christl Fiegler, Christa Meier und Gerhard Schmid gar seit 40 Jahren. Bürgermeister Bernhard Lindner gratulierte im Namen der Gemeinde und Georg Götz für den Hahnbacher Kulturausschuss. Vorsitzender Moosburger informierte, dass ab diesem Jahr die „runden“ Geburtstagsjubilare von 70, 80 oder 90 Jahren bei einem Brunch mit Beiprogramm gefeiert werden sollen. Das Fest soll am Donnerstag, 26. November, im Klostergewölbe stattfinden. Bei der Versammlung kam die Frage auf, wer denn die Obstbäume auf dem Frohnberg abernten dürfe. Die leerten sich „sehr schnell von selber“, lautete die Antwort.

Landschaftsgärtner Jürgen Huber bezeichnete die Streuobst- und Blumenwiese als wertvolles altes Kulturgut. Dieses Landschaftselement sei für das gesamte Ökosystem und durch sein Mikroklima für viele Arten in Flora und Fauna enorm wichtig. Leider seien in Deutschland bereits 75 Prozent aller Streuobstwiesen in Ackerland umgebaut worden und fehlten der Natur. Huber plädierte für eine "echte Bodengesundheit". Zusammen mit Josef Moosburger stellte er einen hohlen Baumstamm für die Streuobstwiese vor. Hans Weiß aus Kümmersbuch hatte ihn spendiert, Martina Riedel das Konzept erstellt und Moosburger ihn in vielen Stunden aufwändig zu einem Bienenschauhaus umgebaut. Huber ging auf die Frage nach Moos im Rasen ein und riet zum Vertikutieren im Mai, dem Einbringen von Humus und zu gutem, teurerem Rasensamen.

Bürgermeister Bernhard Lindner dankte dem Verein für sein vielfältiges Engagement und den Einsatz für Biodiversität, hinter der auch die politische Gemeinde mit ganzem Einsatz stehe. HKA-Vorsitzender Georg Götz beglückwünschte den Verein und die Geehrten. „Viele reden, aber ihr macht es“, resümierte er die Aktivitäten des OGV. Mit Bildern und von passender Musik begleitet war der Jahresrückblick von Christl Fiegler.

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