21.04.2019 - 18:41 Uhr
HahnbachOberpfalz

Spektakulärer Unfall im Kreisverkehr Hahnbach

Erschreckend: Mehrere Stunden liegt ein Unfallauto in einem Hahnbacher Graben. Niemand ruft die Polizei.

Symbolbild
von Maria Oberleitner Kontakt Profil

Gegen 6.40 Uhr wurden Polizisten zu einem Unfall-Auto am Kreisverkehr alarmiert, der Unfallfahrer selbst sei nicht mehr vor Ort. Wie die Polizei berichtet, konnten Beamte mehrere Fahrzeugteile auf der B14 und im Kreisverkehr finden, das Auto selbst lag, versteckt hinter Sträuchern und Büschen, im Graben.

Die Militärpolizei traf den Fahrer zu Hause an, er wurde einer Auerbacher Streife übergeben. Nach einem Alkoholtest (Ergebnis: knapp ein Promille) und einer Blutentnahme im Krankenhaus Sulzbach wurde er wieder an die Militärpolizei übergeben. Ob der Fahrer zum Unfallzeitpunkt schon betrunken war oder sich der Alkoholwert aus einem "Nachtrunk" ergab, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichtere Verletzungen. Sein Fahrzeug, ein neuer Honda mit einem Wert von rund 22.000 Euro, hat allerdings nur noch Schrottwert.

Nach ersten Ermittlungen war der Fahrer stadteinwärts unterwegs, als sein Auto durch den Bordstein ausgehoben wurde und es in den Straßengraben befördert wurde. Dabei habe das Auto einen Baumdurchschlagen und ein Geländer verbogen.

Erschreckend sei, so die Polizei, dass zwischen dem Zeitpunkt des Unfalls (zwischen 3 und 4 Uhr) und der Alarmierung mehrere Stunden gelegen hätten und viele Verkehrsteilnehmer an der Unfallstelle vorbeigefahren sein mussten, ohne sich Gedanken über die durchaus sichtbaren Autoteile gemacht zu haben. "Ob ein Schwerverletzter eine Überlebenschance gehabt hätte, bleibt dahingestellt", schreibt die Polizei im Bericht.

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