12.08.2019 - 04:48 Uhr
Hebersdorf bei ThansteinOberpfalz

Brände durch Blitzeinschlag

Eine Unwetterfront zieht am Sonntag ab 22 Uhr über die Oberpfalz hinweg. Der Landkreis Schwandorf bleibt nicht verschont. In Hebersdorf, Gemeinde Thanstein, setzt ein Blitzschlag eine Scheune in Brand: Schaden 200 000 Euro.

Von der Scheune am Ortsrand von Hebersdorf/Gemeinde Thanstein blieben nur noch ein paar verkohlte Balken übrig. Einige dort untergebrachte Jungrinder gelangten unversehrt auf die angrenzende Weide. Erntevorräte und landwirtschaftliche Maschinen und Geräte wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden wird auf 200000 Euro geschätzt.
von Georg Köppl Kontakt Profil

Rund 35 unwetterbedingte Einsätze meldet das Polizeipräsidium Regensburg, als am Sonntag eineinhalb Stunden lang eine Gewitterzelle mit Windböen und Starkregen die Oberpfalz durchzieht. In der Mehrzahl sind es umgestürzte Bäume, welche die Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Polizei fordern.

Gut weggekommen

"Mit einem blauen Auge davongekommen", kommentiert Kreisbrandrat Robert Heinfling die Lage für den Landkreis Schwandorf. Menschen und Tiere nehmen glücklicherweise keinen Schaden, als im Ortsteil Hebersdorf der Gemeinde Thanstein eine landwirtschaftliche Scheune in Flammen aufgeht und in Poggersdorf (Stadt Neunburg vorm Wald) ebenfalls durch Blitzschlag ein Stromverteilerkasten brennt. Mit einigen umgestürzten Bäumen im Gebiet Nittenau, Burglengenfeld und am Eixendorfer Stausee halten sich die weiteren Schäden in Grenzen.

Der erste Alarm geht am Sonntag um 22.45 Uhr ein. In Poggersdorf gerät ein Stromverteilerkasten im Büro einer Reitanlage infolge eines Blitzschlags in Brand. Die Flammen werden von der Neunburger Feuerwehr rasch gelöscht. Den Schaden gibt die Polizei mit 5 000 Euro an. Um 23.02 Uhr alarmiert die Integrierte Leitstelle Amberg erneut: In Hebersdorf brennt am Ortsrand in Richtung Pilmersried eine landwirtschaftliche Scheune. Ein Nachbar hat das offenbar durch einen Blitzschlag entfachte Feuer entdeckt. Die Sirenalarmierung ist durch einen Stromausfall teilweise lahmgelegt, später wird nachalarmiert.

Beim Eintreffen der Wehren steht die Scheune nach Aussage von Kreisbrandinspektor Richard Fleck, zusammen mit den Kreisbrandmeistern Peter Killermann, Ferdinand Duscher und Christian Weinfurtner vor Ort ist, bereits voll in Flammen. Bis die Löschwasserleitungen über die Hydranten und zwei Löschweiher aufgebaut sind, übernehmen Tanklöschfahrzeuge die Brandbekämpfung. Trotz des massiven Einsatzes der Wehren aus Neunburg, Oberviechtach, Rötz, Thanstein/Berg, Kulz, Dautersdorf, Schönsee, Winklarn, Pilmersried, Grassersdorf und des THW Neunburg mit fast hundert Einsatzkräften brennt das Gebäude völlig nieder. Einige Jungrinder können auf die angrenzende Weide getrieben werden und bleiben unverletzt.

200 000 Euro Schaden

Mit vereinten Kräften kann ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindert werden. Mit der Scheune verbrennen dort untergebrachte Erntevorräte, 20 Ster Holz, Traktor, Ladewagen, Anhänger, ein Kreiselmähwerk, und diverse andere landwirtschaftliche Geräte. Den Schaden beziffert die ermittelnde Polizei Neunburg nach ersten Schätzungen auf etwa 200 000 Euro.

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