Heinersreuth feiert Patrozinium seiner Waldkapelle

Die Heinersreuther feiern das Patrozinium ihrer Waldkapelle. Eine Legende spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Das ist die Empore in Neukirchen mit der Sagendarstellung, wonach der Hussit die Statue nicht zerstören kann und diese wieder auf seinen Platz zurückstellt.
von Redaktion ONETZProfil
Skulptur in Neukirchen: Ein Hussit mit Schwert bedroht Maria mit dem Jesuskind
Das ist das Altarbild der Heinersreuther Waldkapelle.

Das Fest Mariä Heimsuchung erinnert an den Besuch der Gottesmutter Maria bei ihrer Base Elisabeth. Dieses Ereignisses wird in der katholischen Kirche gedacht. Es ist zugleich das Patrozinium der Heinersreuther Waldkapelle. Doch im Altarbild der Wallfahrtskirche am Nordhang des Kitschenrains befindet sich keine Darstellung der Begegnung Mariens mit Elisabeth.

Stattdessen ist ein gemaltes Bildnis im Zentrum des Hauptaltars angebracht, das eine kriegerische Gestalt darstellt, welche mit einem Schwert auf Maria mit dem Jesuskind einschlägt. Zugleich ist das Zentrum des Altares von Bildmedaillons eingerahmt, dessen Darstellungen man auch in der Wallfahrtskirche in Neukirchen vom Heiligen Blut an der Empore vorfindet. Zugleich findet man dort das Heinersreuther Altarbild als Skulptur.

Diese scheinbare Diskrepanz erklärt sich dadurch, dass Mitte der 1710er Jahre ein Fußwallfahrer eingedenk seiner Heilung, ein Bildnis einer böhmischen Sage im fränkischen Gößweinstein erstanden und an einem Baum am Diebsweg im Heinersreuther Forst befestigt hatte.

Nach der gängigen Legendenfassung rettete um 1420 eine fromme Bauersfrau das jetzige Neukirchener Gnadenbild vor den Hussiten vom böhmischen Loucim nach Neukirchen b. Hl. Blut. Das legendenhafte Ereignis, das der Neukirchener Wallfahrt zugrunde liegt, wird in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts angesiedelt: Ein Hussit entdeckt diese Marienfigur, will sie zerstören und wirft sie in den nahe gelegenen Brunnen. Die Figur kehrt jedoch wieder an ihren Platz zurück. Diese Legende ist auf den Heinersreuther Bildmedaillons und an der Empore in Neukirchen beim Heiligen Blut im Bayerischen Wald dargestellt.

Info:

Das Festprogramm zum Patrozinium im Überblick

Das diesjährige Patrozinium beginnt mit dem traditionellen Triduum vom 4. bis 6. Juli, zelebriert von Ruhestandspfarrer Helmut Süß aus Eschenbach. Die Gottesdienste beginnen am Donnerstag und Freitag jeweils um 19 Uhr, der Familiengottesdienst am Samstag bereits um 18 Uhr. Der Zelebrant des Festgottesdienstes am Sonntag, den 7. Juli um 9 Uhr ist Pater Samuel Patton. Die Predigt hält Diakon Franz-Josef Reck. Wie es sich für eine Wallfahrtskirche ziemt, kommt auch eine Gruppe aus Creußen seit mehr als 25 Jahren betend und zu Fuß zu diesem Fest. Deren Gottesdienst beginnt um 10.45 Uhr.

Einen geistig-weltlichen Touch bekommt das Fest mit dem Open-Air Konzert des Gospelchores "inspiration" aus Bayreuth, welches am Sonntag um 15 Uhr beginnt. Die Bewirtung am Samstag und Sonntag liegt in den bewährten Händen der Feuerwehr Heinersreuth. Am Sonntag nach dem Festgottesdienst ist wie üblich der Frühschoppen, anschließend gibt es Schnitzel oder Schweinebraten zum Mittagessen. Es wird auch Kaffee und Kuchen angeboten.

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