27.12.2019 - 08:35 Uhr
Hessenreuth bei PressathOberpfalz

Waldweihnacht in Hessenreuth

Vier Grad plus, von Schnee weit und breit keine Spur. Nicht gerade so, wie man sich die Waldweihnacht vorstellt. Und so kamen in diesem Jahr auch weniger Besucher in das Dorf am Fuße des Abspanns. Den Umsätzen tat dies aber keinen Abbruch.

Rund 300 Besucher zieht zur Waldweihnacht in Hessenreuth. Den Umsätzen tut das keinen Abbruch und die Zahlen sprechen für sich: 90 Liter Glühwein, 270 Paar Bratwürste und 500 Stamperl Likör werden verkauft. Mit dem Verkaufserlös und den Spenden kommen 3882 Euro zusammen.
von Martin GraserProfil

Alljährlich am ersten Weihnachtsfeiertag laden die Dorfbewohner zur traditionellen Waldweihnacht ein. Aufgrund des unbeständigen Wetters wurde der Gottesdienst in die Filialkirche verlegt. Robert Steinkohl, Feuerwehrvorsitzender und Sprecher der Hessenreuther im Pfarrgemeinderat Kastl, gab vor der Messe bekannt, dass die Kollekte der Ortskirche zu Gute komme und der Erlös aus dem Bratwurst- und Glühweinverkauf nach der Messe für die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord bestimmt sei. Die „Quersinger“ aus Krummennaab gestalteten den von Monsignore Martin Neumaier aus Premenreuth zelebrierten Gottesdienst.

Neumaiers Predigt stand unter dem Motto „Wann wird Weihnachten?“ Das sei dann der Fall, wenn ein Mensch die Türe seines Herzens öffne. Ein Mensch könne wie eine Herberge sein, die Jesus einen Platz anbiete, selbst wenn sie noch so unaufgeräumt und armselig sei. Denn die Botschaft der Heiligen Nacht heißt: Jesus ist in einem Stall geboren. „Weihnachten wird, wenn sich zwei zerstrittene Menschen wieder grüßen, wenn ich mit einer großzügigen Spende die Not lindern kann, ohne gleich an den Steuervorteil zu denken, wenn ich jemand zuhöre und Vorurteile abbaue, wenn zwei Menschen sich die Hand zur Versöhnung reichen und sich in die Augen schauen können oder wenn zwei Menschen sich anlächeln. Jesus, der Messias, kommt gerne. Wichtig ist nur, dass wir bereit sind, ihn aufzunehmen.“

Nach dem Segen verabschiedete Monsignore Neumaier die Besucher mit der Bitte, sie mögen doch noch ein wenig bleiben. Das taten sie dann auch und nutzten die Gelegenheit, sich bei Bratwürsten und Glühwein zu stärken. Dass die Gemeinschaft funktioniert, zeigte die Vorbereitung und Organisation. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, dem Ansturm gerecht zu werden, sei es am dicht umlagerten Grillstand oder in der ebenfalls sehr gut frequentierten Likörbar.

Fazit der Veranstaltung: Trotz weniger Besucher wurden dennoch 90 Liter Glühwein, 270 Paar Bratwürste und stolze 500 Stamperl Likör verkauft. "Der Erlös aus der Aktion, immerhin rund 2402 Euro zuzüglich Spenden in Höhe von 1480 Euro, fließen wieder der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord zu“, versicherte Robert Steinkohl.

Steinkohls Dank galt abschließend dem Team der Waldweihnacht für die Vorbereitung und Durchführung, Monsignore Neumaier für die würdige Messfeier, den „Quersingern“ für die wunderbare musikalische Gestaltung, den Ministranten, sowie der Feuerwehr Kastl und Hessenreuth unter der Leitung von Andreas Arnold für die Verkehrslenkung und -absicherung.

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